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Freibäder und Museen laden zur Pause ein
"Freie Presse" gibt Ausflugstipps - Heute: Rundkurs von Lengefeld über Marienberg und zurück
Marcel Fröhlich, Thomas Frenzel und Stefanie Will (v. l.) erreichen den Stülpnerstein in Lauta. Das Denkmal für Karl Stülpner ist Station auf einem rund 31 Kilometer langen Rundkurs im mittleren Erzgebirge.
Lengefeld. Reizvolle Blicke auf die Landschaft und gleichzeitig Einblicke in die Kultur des Erzgebirges verspricht Thomas Frenzel den Radlern, die sich auf einen Rundkurs ab Lengefeld über Marienberg begeben. "Ein bisschen Fitness sollten sie aber schon mitbringen", sagt der Lengefelder. Denn rund 600 Höhenmeter geht es bei der gut 31 Kilometer langen Familientour bergauf.
Thomas Frenzel betreibt den Gasthof und die Pension Forsthaus im Lengefelder Ortsteil Vorwerk, die für sich mit dem Titel erste Rad- und Bikepension Sachsens wirbt. Zugleich ist er Initiator des Mountainbikewegesystems Miriquidi Bike Trails. Die von ihm vorgeschlagene Tour beginnt am Gasthof. Auf Nebenstraßen geht es bis zum Lengefelder Schwimmbad, dann über Wiesen und Felder in Richtung Kalkwerk.
"Der Name des Schanzweges leitet sich von einem alten Schützengraben ab, den man noch heute am Rand entdecken kann", sagt der 42-Jährige. Den Radlern bietet sich ein Rundumblick auf Pockau, Lengefeld und Grünhainichen. Nach kurzer Abfahrt folgt der erste schweißtreibende Anstieg im Wald, von dem sich bei einem Museumsbesuch im Kalkwerk erholt werden kann.
Die Tour führt weiter über eine Nebenstraße nach Lauterbach. Nach kurzem Anstieg ist der Ort erreicht. An der ersten Kreuzung geht es rechts bergauf ins Oberdorf, vorbei an der Ernst F. Ullmann Destillation & Likörfabrik, in der der Lauterbacher Tropfen hergestellt wird. Am Ortsausgang können die Fahrradfahrer dann Marienberg, Zöblitz, Ansprung und Pobershau, und bei guter Sicht auch Schwartenberg, Fichtelberg und Keilberg erspähen.
Weiter nach Lauta hinein führt der Weg vorbei am Stülpner-Gedenkstein. Dort beginnt ein gut ausgebauter Weg parallel zur B 174. Nach einem kurzen Stück auf dem Europäischen Fernwanderweg E 3 und an einer Gartensparte vorbei, heißt es links auf die Trebrastraße in Marienberg abzubiegen. Etwa die Hälfte der Strecke haben die Biker hier in den Beinen. Am Friedhof verläuft der Rundkurs weiter über den Goethering auf die Dörfelstraße, etwa 50 Meter nach der Überquerung der Bahngleise dann rechts auf einen Rad- und Wanderweg. Dieser passiert das Bergmagazin.
Hinter dem Museum folgen die Radfahrer der rot-weißen Wegemarkierung, vorbei am Freibad Mooshaide, wieder in den Wald. Nach der Kreuzung der B 171 ist mit der "Drei Brüder Höhe" und rund 690Metern über Normalnull der höchste Punkt erreicht. Leicht bergab führt nun ein Radweg wieder nach Lauta, am Stülpner-Stein vorbei in Richtung Lauterbach. Nach rund 30 Metern zweigt der Lautaer Mühlenweg links ab. Er ist zunächst Feld-, dann Wanderweg. An einen kurzen Anstieg schließt sich eine Bergabfahrt an. "Achtung, die zu überquerende B 101 ist viel befahren", warnt Frenzel. Links lassen sich dann die Überreste der Alten Buschmühle entdecken, die um 1900 abgerissen wurde.
Nach einer Kreuzung fahren die Radler auf einem Teerweg entlang der Talsperre Neunzehnhain II, überqueren die Sperrmauer, biegen nach links ab und nach etwa 120 Meter rechts Richtung Lengefeld Vorwerk. "Hier gilt es noch einmal, die letzten Reserven zu aktivieren. Auf rund 700 Metern Länge müssen 120 Höhenmeter bewältigt werden", beschreibt Frenzel. Der grünweißen Markierung folgend rollen die Räder bergab zum Forsthaus aus.Am Wegesrand
Von Franziska Muth
Erschienen am 15.07.2010



