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Magazin präsentiert Montanregion Erzgebirge auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe-Titel
Die Herbst-Winter-Ausgabe "WILLKOMMEN im Erzgebirge" zeigt dem Leser die Bergstädte Freiberg, Annaberg-Buchholz, Marienberg, Aue oder Schneeberg, fährt mit ihm unter Tage in die Gruben, aus denen all die Bodenschätze gehoben wurden. Die Spuren führen in außergewöhnliche Kirchen und Museen, aber auch auf Marktplätze und in Festsäle, wo Brauchtum und Tradition heute lebendig sind. Webtipps
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Das Erzgebirge
Saigerhütte greift nach Weltkulturerbe-Titel
Denkmalgeschütztes Areal in Olbernhau-Grünthal gehört zu den 34 ausgewählten Objekten des Projektes "Montanregion Erzgebirge"

Die Ansicht des historischen Saigerhütten-Areals in Olbernhau-Grünthal wird geprägt von der Hüttenschänke, dem Haus des Anrichters und Arbeiterwohnhäusern (von links). Im Vordergrund ist der Freilichtbereich zu sehen, oben rechts die Kirche Oberneuschönberg.
Olbernhau/Schneeberg. Mit dem Denkmalkomplex Saigerhütte Olbernhau-Grünthal ist die Stadt Olbernhau am grenzübergreifenden UNESCO-Welterbeprojekt "Montanregion Erzgebirge beteiligt. Eine so genannte Pilotstudie, die von einer Arbeitsgruppe des Instituts für Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Bergakademie in Freiberg erarbeitet wurde, soll zur Aufnahme in die Weltkulturerbe-Liste beitragen. Die Chancen, dass die Saigerhütte es mit auf diese Liste schafft, schätzt Instituts-Direktor Helmuth Albrecht wie folgt ein: "Die Stadt Olbernhau besitzt mit der Saigerhütte einen Schatz, der weltweit einmalig ist. Wir hoffen, dass wir ihm mit dem Welterbeprojekt internationale Geltung verschaffen können."
Die Projektgruppe begann 2004 im Auftrag des Fördervereins "Montanregion Erzgebirge" mit der systematischen Erfassung von Objekten im Erzgebirge. Dabei wurden mehr als 10.000 Einzelobjekte geprüft und davon 1400 der historisch und denkmalpflegerisch bedeutendsten in einer Datenbank erfasst und schließlich 250 Objekte für das Welterbeprojekt "Montanregion Erzgebirge ausgewählt. Am Ende waren nach der Prüfung auf Tragfähigkeit für den Antrag zwecks Aufnahme in das Weltkulturerbe ganze 34 Objekte übriggeblieben, darunter die Saigerhütte Olbernhau-Grünthal. Diese wird von der Arbeitsgruppe bewertet als "ein einzigartiger in sich geschlossener Denkmalkomplex der frühneuzeitlichen Buntmetallurgie", der "weltweit als vollständigster Denkmalkomplex für dieses Verhüttungsverfahren" gilt.
Die Politstudie für die Saigerhütte weist eine so genannte Kernzone aus, zu der alle denkmalgeschützten Gebäude gehören. Außerdem gibt es eine Pufferzone, welche die Aufgabe hat, den angehenden Welterbe-Komplex vor störender Bebauung zu schützen. Aus diesem Grund werden in dem Bereich die Anbindung nach Brandov der Staatsstraße 216 und der Verlauf der Erdgastrasse Opal laut Bauamt der Stadt Olbernhau so geplant, dass keine Konflikte entstehen. Außerdem ist in der Studie eine ungehinderte Sicht zum Saigerhüttenkomplex vorgesehen, die sich von der Oberneuschönberger Kirche bereits bietet.
Derartige Pilotstudien wurden von der TU Bergakademie bereits für Schneeberg und Marienberg erarbeitet. In der Schneeberger Studie finden sich für das Welterbe-Projekt unter anderem die historische Altstadt und die Grube Weißer Hirsch wieder, in der Marienberger die historische Altstadt mit dem Bergmagazin sowie die Bergbaulandschaft Lauta wieder. 2013 soll der Antrag auf Aufnahme der Montanregion Erzgebirge in das Weltkulturerbe gestellt werden. Eine Entscheidung darüber könnte dann 2014 fallen.
Von Wilfried Saworski
Erschienen am 19.02.2010
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