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Land & Leute
Sie haben den Computer mit Kunst getauscht
Petra Tränkner und Frank-Ulrich Schulz haben eigenen Kunsthof - Im Herbst stellen hier auch Klaus Hirsch, Brigitte Nikolai und Frank Stiehler aus
Petra Tränkner und Frank-Ulrich Schulz haben sich und den Neukirchenern einen Kunsthof geschaffen.
Neukirchen. Ihren Ruhesitz haben Petra Tränkner und Frank-Ulrich Schulz auf dem Kunsthof Neukirchen nicht gefunden, eher ihre nächste Arbeit. Nach intensivem Berufsleben in der Computerbranche suchten die beiden Autodidakten einen Platz zum gemeinsamen Malen und Ausstellen. In ihrer vorherigen Heimat München gestaltete sich das aus finanziellen Gründen schwierig. Deshalb besichtigten sie auch Objekte rund um Petra Tränkners Heimat Chemnitz - und wurden in Neukirchen fündig.
"Es war das größte Objekt und der Preis war okay", erinnert sich Frank-Ulrich Schulz. Im Sommer 2006 zogen sie auf dem ehemaligen Rudolph-Hof ein. Die ersten Kurse begannen im September desselben Jahres. "Als komplett Fremde sind wir hier gut aufgenommen worden", resümieren beide übereinstimmend. Schon bald hätten sich Kontakte zu den Nachbarn oder auch zum damaligen Gemeindepfarrer ergeben, manche kämen bis heute zum Malen in den Kunsthof.
In einer "Hau-Ruck-Aktion", so Frank-Ulrich Schulz, hätten sie dann den Scheunenboden aufgeräumt, im April 2007 eine erste Ausstellung um die Künstlerfamilie Leimcke gezeigt und damit den Kunsthof gegründet.
Aus einem Spalt Eichenholz schuf Frank-Ulrich Schulz dazu die Holzskulptur "Geburt". Sie ist inzwischen zum Logo des Kunsthofes geworden: ein Spalt Eichenholz, im oberen Drittel verfärbt durch eingewachsenes Metall. Dieses wurde durch eine helle Holzkugel ersetzt, die durch das dunkle Holz ans Tageslicht blitzt.
Die Geburt des Neukirchener Kunsthofes ist jedenfalls gelungen. Er hat sich inzwischen als Podium für bekannte und unbekannte Künstler aus der Region etabliert. Zur zehnten Ausstellung im Herbst dieses Jahres werden Petra Tränkner und Frank-Ulrich Schulz erstmals ausschließlich Werke von Künstlern des Altkreises Stollberg zeigen: Klaus Hirsch aus Lugau, Brigitte Nikolai aus Jahnsdorf und Frank Stiehler aus Stollberg haben schon fest zugesagt.
Doch im Frühjahr kommt erst einmal als 8. Schau eine Personalausstellung von Wolf-Dietrich Leimcke. Sie wird am 24. April eröffnet. Als besonderen Genuss empfiehlt Petra Tränkner eine Sound- und Koch- Performace mit Sarah Leimcke am Pfingstsonntag. "Inzwischen kommen auch zunehmend Gäste aus unserem Ort", freut sich Petra Tränkner.
Zuerst seien mehr die Chemnitzer und die nördlich angrenzenden Gemeinden vertreten gewesen. Zu den regulären Öffnungszeiten freitags und samstagnachmittags sowie sonntags ganztägig, bieten Petra Tränkner und Frank-Ulrich Schulz ihren Gästen auch Aktionen zur eigenen Betätigung an, sei es Aquarellmalen oder Filzen.
Von Dorothee Morgenstern
Erschienen am 18.03.2010
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