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Land & Leute
Oelsnitz feiert und hilft am Äquator
Kirchen werben zum Tag der Sachsen um Unterstützung für Kinderhilfsprojekte im südamerikanischen Ecuador
Oelsnitz. "Sachsen feiert am Äquator" lautet das Motto des Tages der Sachsen in Oelsnitz. Als Gastgeber und engagierte Akteure mittendrin im bunten dreitägigen Trubel Anfang September sind auch die Gemeindeglieder der sechs Oelsnitzer Kirchen.
Die Christen der evangelisch-lutherischen Gemeinden Oelsnitz und Neuwürschnitz, die landeskirchlichen Gemeinden, die katholische Kirche, die Brüder- und die Baptistengemeinde haben sich für das Großereignis in der Ökumene und der evangelischen Allianz zusammengeschlossen. Seit Monaten sind sie in die Vorbereitung des Großereignisses eingebunden.
Dabei nehmen sie das einladende Motto besonders wörtlich. "Wenn man feiert, dann sollten die Menschen nicht vergessen werden, die jeden Tag am echten Äquator leben und denen es nicht so gut geht wie uns Sachsen", ist Pastor Daniel Marsic überzeugt. Er bringt dieses Anliegen auf einen Punkt: "Für uns heißt es: Oelsnitz hilft am Äquator."
Der Leiter des ehrenamtlichen Arbeitskreises Kirchen zum Tag der Sachsen freut sich, dass es gelungen sei, das christliche Kinderhilfswerk Compassion Deutschland für das Fest zu gewinnen. "Denn Compassion setzt sich dort ein, wo die Not häufig am größten ist, bei den Kindern", sagt Marsic und wird gleich ganz konkret: "Während des ökumenischen Festgottesdienstes am Sonntag, 5. September auf dem Oelsnitzer Marktplatz werden wir die Gottesdienstbesucher zu einer Sonderspendensammlung zugunsten des Kinderhilfswerkes aufrufen."
Damit soll das Projekt "Huerto de los Olivos Student Center" (deutsch: Garten der Oliven) in der größten Stadt des lateinamerikanischen Staates Ecuador, in Guayaquil, unterstützt werden. "Die ärmsten der Kinder erhalten damit eine Schulbildung und können Dank der Spenden auch ärztlich versorgt werden", weiß der Oelsnitzer Baptistenprediger.
Die Organisation wird einen der insgesamt 38 Stände auf der Kirchenmeile zwischen Christuskirche und entlang der Lutherstraße besetzen. Neben spannenden Mitmach-Aktionen erfährt man laut Daniel Marsic Konkretes über Kinderpatenschaften und lernt auf der Kirchenbühne Künstler wie die Sängerin Anja Lehmann oder den Artisten Mr. Joy als Compassion-Botschafter kennen.
Auf der Kirchenmeile sollen sich vor allem Familien, ihre Kinder und jugendliche Besucher wohlfühlen. Sie können eine Kletterwand erklimmen, eine historische Druckerpresse bedienen oder interaktiv die Welt der Bibel entdecken. Im katholischen und im evangelischen Gotteshaus sind Bläser- und Gospelchöre zu erleben; zudem gibt es eine Taizé-Nacht als Nacht der Lichter zu erleben.
Besonders stolz ist Daniel Marsic mit allen im Arbeitskreis mitwirkenden Helfern, dass der im Festzug zu findende Wagen der Oelsnitzer Kirchen unter dem Motto "Glauben verbindet" so gut gelungen ist. "Ein Kreuz - in Form eines Puzzles dargestellt - soll", so der Pastor, "ein Zeichen dafür sein, dass Christen sich auch über Grenzen hinweg annehmen. Bis zum Äquator und darüber hinaus."
Von Elke Göpfert
Erschienen am 12.08.2010
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