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"Alles kommt vom Silber - Bergwerk her"

Eine Region bekommt einen Namen


Bergbrüder Frohnau und Schauschmieden im Frohnauer Hammer

Zu Beginn des 12. Jahrhundert wurde das Erzgebirge noch "Mirquidi" (dunkler Wald) genannt. Fränkische Bauern begannen Teile des undurchdringlichen Waldes zu roden und sich anzusiedeln.

Erste Silberfunde im 12. Jahrhundert zogen immer mehr Menschen in die Region. Vor allem die Region um das heutige Freiberg entwickelte sich zu einem Zentrum des Silberbergbaus.

Bis in das 15. Jahrhundert hinein war die Region zwischen Vogtland und Elbsandsteingebirge gewissermaßen namenslos. Doch durch den Fund der zahlreicher Erzlagerstätten bekam die bewaldete Berglandschaft ihren Namen "Erzgebirge". Neben Silbererzen wurde auch Zinnbergbau betrieben. Im 17. Jahrhundert gingen die Erzvorkommen zur Neige und der Bergbau kam zum erliegen.

Ein weiterer Boom erfolgte durch den Uranbergbau. In den Jahren vor 1945 galten die Bergwerke in Joachimsthal als einzige Uranerzgruben der Welt. Die Wismut A.G. förderte das Erz nach dem 2. Weltkrieg im Auftrag der Sowjetunion. Schwerpunkte des Abbaues waren Johanngeorgenstadt, Schlema und Aue. Bis 1991 wurden Uranerze noch in Aue-Alberoda und Pöhla abgebaut.

Erst der Bergbau hat zur einen ausgedehnten Besiedlung der Region geführt. Das Leben und Arbeiten der Kumpel und ihrer Familien hat das Erzgebirge, seine Geschichte, seine Volkskunst und sein Brauchtum geprägt. Noch heute lassen sich die Spuren verfolgen. Ein Besuch in den Schaubergwerken und -werkstätten lohnt sich.


Erschienen am 20.06.2008