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Volkskunst

Platznot weckt Erfindergeist: Berg passt in den Schuhkarton

Schönheider Tüftler entwickelt Weihnachtsschmuck im Mini-Format


Aus einem Einzelstück sind schon drei Dutzend geworden: Andreas Schubert aus Schönheide mit seinem Mini-Weihnachtsberg.

Schönheide. Einen "Weihnachtsbarg zum Mitnahme" hat Heimatforscher und Tüftler Andreas Schubert aus Schönheide entwickelt. Gedacht ist das kleine Kunstwerk für Erzgebirger auf Reisen oder das heimische Wohnzimmer. "Eigentlich sollte es nur eine Geburtstags-Überraschung für einen guten Kumpel werden", erzählt Erfinder Schubert.

Doch mittlerweile seien schon gut drei Dutzend Stück daraus geworden. Die Machart ist so genial wie einfach: In einem umfunktionierten Kinder-Schuhkarton befinden sich jeweils im Kleinformat: Fichte und "Vugelbeerbaam" aus Kokosfaser - damit werden auch Flaschenbürsten hergestellt - sowie zwei Figuren aus verdichteter, mit Gips und Leim ergänzter Papier-Masse. Hinzu kommen getrocknetes Moos als Wiese und einige Stücken Baumrinde als Berg.

Der Clou: Es gibt eine Erzgebirgs- und eine Vogtland-Variante. Dabei dient der Deckel des Kartons, wenn man ihn umgestülpt, gleich noch als Grundplatte. Und die "Bedienungsanleitung" verrät - passend fürs Erzgebirge - in Mundart: "Is Zeich raustu, de Wies nein imgedrehtn Deckel leng, dann ne Zwarg, ne Hos, de Baam und ne Barg naufstelln ... fartisch!"

Einer der Miniatur-Weihnachtsberge hat es bereits bis nach Afrika geschafft und steht dort bei einem Schönheider Missionars-Ehepaar. "Einen großen hätten sie wohl niemals mitgenommen", so Schubert. "Der Berg ist das Richtige für Leute, die im Herzen einen großen Platz für ihre Heimat, aber im Gepäck kaum noch eine Ecke frei haben." Erhältlich sind die handgefertigten Einzelstücke im Heimatmuseum Schönheide (Ruf 037755 66638).


Service

Das Heimatmuseum hat samstags, sonntags und feiertags jeweils zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet. (emä)


Erschienen am 21.12.2007




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