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Volkskunst

Zwei-Tonnen-Pyramide für die Partnerstadt

Großpyramide entsteht in Wolkenstein - Am Freitag vor dem zweiten Advent soll sie in Bad Bentheim angeschoben werden


Pyramide

Siegfried Gärtner aus Hilmersdorf hat die Pyramide entworfen. Der siebenjährige Christian guckt ihm über die Schultern.

Wolkenstein/Bad Bentheim. Das Ziel ist in Sicht: Die Großpyramide, die derzeit von Hilmersdorfer und Wolkensteiner Handwerkern nach einem Entwurf des Hilmersdorfers Siegfried Gärtner gebaut wird, nimmt Gestalt an. Gedacht ist das drei Etagen hohe und mit geschnitzten Figuren versehene erzgebirgische Wahrzeichen aber nicht für einen der Ortsteile, sondern für Wolkensteins Partnerstadt Bad Bentheim.

Die Kosten für das Unikat trägt Bad Bentheim. Ursprünglich waren 30.000 Euro veranschlagt, sagt Wolkensteins Bürgermeister Guntram Petzold (parteilos). Allerdings konnte zu Beginn die Summe, die nun höher liegt, nicht bis ins Letzte geschätzt werden. Jetzt habe die Partnerstadt an der niederländischen Grenze noch 5000 Euro draufgelegt. Den Transport nach Bad Bentheim übernehmen die Erzgebirger, die auch eine kleine Broschüre zur Pyramide gestalten. Am 1. Dezember dieses Jahres soll das zwei Tonnen schwere Stück in Bewegung gesetzt werden und sich am Freitag vor dem zweiten Advent erstmals drehen.

Auf der unteren Etage wird Guntram Petzold zufolge Christi Geburt dargestellt. Die Städtepartnerschaft steht auf dem mittleren Teller im Mittelpunkt. Dargestellt werden dort Originale aus den beiden Kommunen beziehungsweise Regionen. Für Wolkenstein stehen ein Herold, ein Grenadier, eine Klöpplerin und ein Bergmann. Bad Bentheim symbolisieren ein Ritter, ein Sandsteinarbeiter, ein Nachtwächter sowie eine Witte Jüffer genannte Weiße Frau. Ganz oben schließlich drehen sich Kinderfiguren.

Zum Anschieben fahren auch die Pyramidenbauer, Mitglieder der Erzgebirgsfreunde sowie Verwaltungsmitarbeiter aus Wolkenstein. Die Erzgebirgsfreunde werden wie in den vergangenen Jahren auf dem Bad Bentheimer Weihnachtsmarkt einen Stand betreiben und dort Kommissionsware verkaufen, darunter auch erzgebirgische Volkskunst.

Von Babette Zaumseil


Erschienen am 08.10.2009




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