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Mythos Schwan in schillernden Facetten

Veranstaltungsreihe "Kunstakte" erlebt vierte Auflage mit "Schwanenmaler" - Mischung aus Text, Musik und Video ergibt Gesamtkunstwerk


Künstler Gerhard Dörne

Künstler Gerhard Dörne ist fasziniert von der Erhabenheit der Schwäne.

Hartha. Darauf warten Kunstliebhaber schon voller Spannung: Mit der 4. Auflage der "Harthaer Kunstakte" entführt Maler, Bildhauer und Karikaturist Gerhard Dörner die Zuschauer am 4. September in die Mythen, die sich um den Schwan ranken.

"Die Bedeutung und Symbolträchtigkeit des Schwanes tauchen in zahlreichen Bildern, Ballettstücken und Musikstücken immer wieder auf", erläutert Dörner. "Mich fasziniert die Erhabenheit dieses großen 'Seelenvogels' schon lange. Seine Anmut und das reine Weiß des Gefieders, aber mehr noch die Verzauberung, die von einem schwarzen Schwan ausgeht."

Wie schon in Dörners vorangegangenen Inszenierungen "Das Chamäleon", "City Man" und "Kafkanisch" steht auch "Schwanenmaler" für eine skurrile Mischung aus Texten, Musik, Videosequenzen und einem Farbenrausch, der die Handlung untermalt. Und der Ausnahmekünstler macht sich die Kreativität und außergewöhnliche Fantasie eines hochkarätigen Teams zunutze.

"Mit im Boot sind auf der musikalischen Schiene drei exzellente Solisten mit Percussion, Flöte und Cello. Dann werden die Fans von Jazzgitarristen Joe Sachse auf ihre Kosten kommen, und nicht zu vergessen der Klangkörper der Mittelsächsischen Philharmonie unter Leitung von Jan Roelof Wolthuis", kündigt Dörner an. Das Publikum werde das Thema "Mythos Schwan" in allen nur möglichen, schillernden Facetten erleben.

Roland Dreßler als ehemaliger Dramaturg des Mittelsächsischen Theaters und für den Handlungstext von "Schwanenmaler" verantwortlich, hat sich dabei ganz unterschiedlicher Quellen bedient und in die Moderne transportiert. "Der Zuhörer wird Passagen aus 'Lohengrin' und Ludwig Bechsteins 'Schwan, kleb an' wiedererkennen", so Dörner. "Und dann sind Hans Christian Andersens 'Hässliches junges Entlein' sowie das Libretto des klassischen Schwanenseeballetts genauso mit verankert wie die griechische Mythologie um Leda und den Schwan." In bewährter Manier und in "Kafkanisch" zur Perfektion gebracht, werden sich Intendant Manuel Schöbel und Roland Dreßler die Rolle des "Vorlesers" teilen.

Wie diese in ihrer Grundaussage teils völlig konträr angelegten Bruchstücke letztendlich zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfinden werden, und welche Rolle Dörner mit seiner Aktionskunst an dem Abend im Harthaer Atelier spielen wird, bleibt in den kommenden Wochen bis zur Aufführung sein Geheimnis. Einzig den Part des Videoproduzenten Alexander Helm stellt Multitalent Dörner noch einmal heraus.

"Die Vorstellung soll mit einer Folge wechselnder bewegter Bilder eingeläutet werden. Doch diese Sequenzen werden nicht isoliert da stehen an dem Abend. Ziel ist, mit Helms Technik sowie einer Komposition aus lebendigen Zeichnungen, Wort und Musik den Rahmen des Konventionellen zu sprengen." Wer mit Dörners Kunstschöpfungen schon einmal Berührung hatte, wird wissen, dass er an dieser Stelle nicht zu viel verspricht.

Service

Veranstaltungsort: Aufgeführt wird die Multimedia-Performance "Schwanenmaler" am 4. September 2010 um 20 Uhr im Atelier auf dem Gelände der ehemaligen Hausschuhwerke an der Harthaer Sonnenstraße. Veranstalter des Projektes ist die Stadt Hartha mit deren Kultur- und Sportbetrieb im Rahmen des Mittelsächsischen Kultursommers. Gefördert wird die Show vom Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen sowie zahlreicher Sponsoren aus der Region. Karten für den Preis von 9,90 Euro (ermäßigt 6,50 Euro) sind ab 28. Juli in der Stadtbibliothek Hartha, der "Bücherstube Arnold", dem Kultur- und Sportbetrieb Harth-Arena sowie an der Abendkasse erhältlich.

Von Marion Gründler


Erschienen am 29.07.2010




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