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Besucher können über Kunstwerke abstimmen
10. Kunst-Open-Air am Wochenende in Wolkenburg - Interview mit Fördervereins-Chef
Susanne Hochmuth war 2008 Teilnehmerin beim Kunst-Open-Air auf Schloss Wolkenburg.
Am Wochenende lassen sich beim 10. Kunst-Open-Air auf Schloss Wolkenburg Künstler über die Schulter schauen. Für die Jubiläums-Auflage unter dem Motto "Zeichnen und Malen im Schloss und Park" hat sich der Schloss-Förderverein etwas Neues ausgedacht. Mit Vereinschef und Ortsvorsteher von Wolkenburg-Kaufungen, Reinhard Iser, sprach Katrin Steneberg.
"Freie Presse": Womit wollen Sie Besucher zum zehnten Kunst-Open-Air locken?
Reinhard Iser: Um eine lockere Atmosphäre zu schaffen, gibt es dieses Mal zwei Veranstaltungen. Am Samstag tritt die Eastdance-Company aus Chemnitz auf, am Sonntag spielt ein Solist Folk- und Gospel-Musik. Wir hoffen, dass dadurch viele Besucher den Weg zum Schloss finden. Außerdem fällt es bei den Veranstaltungen dem ein oder anderen sicher leichter, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen.
"Freie Presse": Wird das Publikum einbezogen?
Iser: Ein großer Erfolg war in den vergangenen Jahren der Publikumspreis. Den wird es deshalb auch bei der Jubiläums-Auflage der Veranstaltung geben. Die Besucher können über das schönste Kunstwerk abstimmen. Der Gewinner wird aus allen abgegebenen Stimmen gezogen und kann sich ein Werk eines Künstlers aussuchen. Die Verleihung des Publikumspreises übernimmt erstmals eine Prinzessin, die Zwickauer Schlossprinzessin Elisabeth Lindner, die alle Schlösser und Burgen im Landkreis repräsentiert.
"Freie Presse": Welche Künstler kommen in diesem Jahr?
Iser: An dem Open-Air nehmen 22 Maler und Grafiker teil. Wir konnten bekannte Künstler wie Axel Wunsch aus Chemnitz, Joachim Walter aus Limbach-Oberfrohna und Manfred Stahn aus Burgstädt gewinnen. Auch aus Dresden und Berlin kommen Teilnehmer.
"Freie Presse": Was genau passiert bei einem Kunst-Open-Air?
Iser: Es sind jedes Jahr um die 20 Künstler drei Tage lang im Schloss zu Gast. Wir wollen den Teilnehmern die Möglichkeit geben, sich an einem Wochenende neben der gestalterischen Arbeit zum Gedankenaustausch zu treffen und zu fachsimpeln. Außerdem erhalten Besucher die Chance, den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter zu schauen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
"Freie Presse": Was machen die Künstler drei Tage lang?
Iser: Sie suchen sich einen Platz auf dem Schloss-Hof oder im Park und fertigen Malereien und Grafiken an. Wichtig ist dabei, dass Besucher die Künstler auch finden. Am letzten Tag sind die entstandenen Werke dann im Schloss-Hof zu sehen.
"Freie Presse": Wird nicht alle Jahre wieder die Schloss-Fassade gemalt?
Iser: Nein, im Gegenteil. Ich bin selbst immer wieder erstaunt, wie die Teilnehmer in jedem Jahr andere Motive und Ansichten vom Schloss und Park finden können. In den Augen der Künstler werden auch Bäume und Wege zu interessanten Motiven.
"Freie Presse": Was passiert nach dem Open-Air mit den Kunstwerken?
Iser: Die Künstler nehmen sie mit nach Hause. Als Dankeschön für unsere Gastfreundschaft lassen es sich viele aber nicht nehmen, uns eines ihrer Werke zu überlassen. Aus dem Fundus des Vereins haben wir in diesem Jahr schon eine Ausstellung zusammengestellt.
"Freie Presse": Wie kam der Verein auf die Idee für das Kunst-Open-Air?
Iser: Bei der ersten Veranstaltung 2001 war die Sanierung des Schlosses noch nicht so weit vorangeschritten wie heute. Wir haben damals eine Veranstaltung gesucht, die das Schloss bekannter macht. Außerdem wollten wir etwas Kultur ins Schloss bringen. Ich denke, die Veranstaltung hat das geschafft.
Service
Das Kunst-Open-Air findet vom 10. bis 12. September statt. Die Künstler sind Freitag und Samstag von 10 bis 18 Uhr am Werk, am Sonntag präsentieren sie ihre Werke von 12 bis 16 Uhr. Die Eastdance-Company tritt am Samstag, 17 Uhr, mit einer Tanz- und Moderundreise durch das Nordamerika des 19. Jahrhunderts auf, Folk- und Gospel-Musik gibt es am Sonntag, 14 Uhr. Am Sonntag, 16 Uhr, wird der Publikumspreis verliehen. Der Eintritt ist frei. Eine Schlossbesichtigung ist Freitag und Samstag von 14 bis 17 Uhr und Sonntag von 10 bis 17 Uhr möglich.
Erschienen am 09.09.2010
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