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Kultur & Sehenswertes

Klein-Erzgebirge rüstet für Saison

Haus an der Miniaturanlage ist mit neuer Bergbaustube empfangsbereit - Schau öffnet am 1. April


Exponate in Bergbaustube

Simone Heyl und Kai Krämer waren die ersten, die die Exponate in der neuen Bergbaustube im Haus am Klein-Erzgebirge Oederan in Augenschein nahmen.

Oederan. Der Miniaturpark in Oederan macht sich fit für die Saison. Als erste Einrichtung öffnete vergangenen Sonnabend das Haus am Klein-Erzgebirge. Attraktion ist eine neue Bergbaustube. Die Miniaturschau im Freien ist traditionsgemäß ab 1. April wieder empfangsbereit.

"Doch bis dahin hoffen wir, dass bereits viele Gäste und Einwohner Oederans unsere neue Bergbaustube besucht haben", blickt Horst Drichelt, Vorsitzender des Vereins Klein-Erzgebirge und Chef der Erzgebirgs-Miniaturschau Oederan GmbH, voraus. Im Blickpunkt dürfte die Nachbildung des bekannten Bergaltars der Annenkirche von Annaberg-Buchholz stehen, die überarbeitet wurde.

"Das Haus am Klein-Erzgebirge soll sich als Ort präsentieren, an dem sich die Besucher mit den Traditionen des Erzgebirges bekannt machen können." Dazu zählt die ganzjährig geöffnete Ausstellung mit dem aus Sicht Drichelts forschungswürdigen Thema "Erinnerungen Bergbau Oederan". "Aber natürlich gibt es im Haus am Klein-Erzgebirge auch die Möglichkeit, mit erzgebirgischer Tradition humorvoll umzugehen", schmunzelt der Oederaner. So halte man lukullische Besonderheiten wie den "Kumpeltod" und ein "Bergmannsessen" bereit.

Auch hinter den Kulissen laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Für die Freiluftsaison wird gegenwärtig die auf knapp 200 Modelle angewachsene Miniaturschau vorzeige fein gemacht. "Ein Teil muss in der kalten Jahreszeit in die Werkstatt, wo die Gebäude repariert werden und einen neuen Farbanstrich erhalten", informiert Drichelt über den Stand.

Doch trotz aller Vorbereitung sei ihm klar, dass auf Grund der vielen Freizeitangebote in der Region das Ringen um die Besucher nicht leichter wird. Deshalb werde immer nach neuen Wegen gesucht. So habe man mit der Veranstaltung "Glanzlichter im Advent" einen Weg gefunden, dass Klein-Erzgebirge auch im Winter für Gäste zu öffnen. "Das von den Besuchern begeistert angenommene Angebot gibt es 2010 wieder."

Sparsamkeit stehe dabei an erster Stelle. Nach Aussage des Vereinsvorsitzenden stützt man sich bei der Finanzierung der Anlage unter anderem auf die jährliche Förderung des Kulturraumes Erzgebirge-Mittelsachsen in Höhe von 20.000 Euro. Außerdem wirbt der Förderverein deutschlandweit um Spenden. Auch die Patenschaften für die Objekte hätten sich sehr gut entwickelt. "Wir werden die Eintrittspreise für Besucher nicht anheben", verspricht Drichelt. Hoffnungsfroh stimmt ihn, dass es in Oederan eine Entwicklung für mehr Zusammenarbeit gibt. Künftig soll sich dass Klein-Erzgebirge als Tor zum Erzgebirge präsentieren.

Von Eveline Rößler


Erschienen am 18.02.2010




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