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Kultur & Sehenswertes
1090 Eier - und keines gleicht dem anderen
Dorfchemnitzer Heimatmuseum "Knochenstampfe" zeigt zum 9. Mal "Sachsens schönstes Osternest" - 60 verschiedene Techniken zu sehen
Dorfchemnitz. Im Heimatmuseum "Knochenstampfe" ist zum mittlerweile 9. Mal eine Eierausstellung zu sehen. Diesmal sind insgesamt sind 1090 Objekte ausgestellt. Das Spektrum in "Sachsens schönstem Osternest" umfasst 60 verschiedene Techniken der Eiergestaltung.
Besondere Hingucker sind die Nachbildungen der Eier, die Zar Nikolaus II. um 1900 für seine Gattin anfertigen ließ. So kreierte sein Hofjuwelier Karl Fabergé 75 Jahre vor der Erfindung des Kinder-Überraschungseis mit Juwelen und Edelmetallen besetzte Eier, in denen sich ein kleines Geschenk befand. Weiterhin beeindrucken die Eier aus China, die detailreich graviert oder durch ein Loch an der Unterseite von innen bemalt sind.
"Ich schätze die Techniken am meisten, welche ich nicht kann", sagt Sammlerin Edith Breitkreutz, die selbst insgesamt 30 Gestaltungsmethoden beherrscht. Ausgangspunkt ihrer Sammelleidenschaft war ein Pioniernachmittag, den die ehemalige Lehrerin Edith Breitkreutz organisierte. Als in der Osterzeit die Verzierung von Eiern auf dem Programm stand, machte sie sich auf die Suche nach Alternativen zum herkömmlichen Bemalen.
Fündig wurde sie bei den Sorben, die unter anderem für die Wachstechnik bekannt sind. Mit viel Freude lernten die Jungpioniere, flüssiges Wachs mit Stecknadelköpfen auf das Ei aufzutragen, erinnert sich Breitkreutz. Später gründeten sie eine Arbeitsgemeinschaft, in der das ganze Jahr über Eier gestaltetet wurden. Auch das Ehepaar Edith und Waldemar Breitkreutz hatte Feuer gefangen und verband seine Urlaube von nun an mit der Erkundung neuer Techniken und dem Kauf neuer Eier. Bis zum heutigen Tag haben sie mehr als 60 Länder bereist. Fast in jedem Kulturkreis gibt es verzierte Eier. "Die schönsten Schmuckeier fanden wir in der Türkei", so Breitkreutz. Die Sammlung des Ehepaares umfasst 8000 Eier.
Service
Die Ausstellung ist bis zum 11. April zu sehen. Geöffnet ist mittwochs bis samstags von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr sowie sonntags von 12 bis 17 Uhr.
Von Susann Ludwig
Erschienen am 11.03.2010
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