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Willkommen im Erzgebirge

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Die Herbst-Winter-Ausgabe "WILLKOMMEN im Erzgebirge" zeigt dem Leser die Bergstädte Freiberg, Annaberg-Buchholz, Marienberg, Aue oder Schneeberg, fährt mit ihm unter Tage in die Gruben, aus denen all die Bodenschätze gehoben wurden. Die Spuren führen in außergewöhnliche Kirchen und Museen, aber auch auf Marktplätze und in Festsäle, wo Brauchtum und Tradition heute lebendig sind. weiter

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Bergwerke

Frisch Glück-auf!

Die Geschichte des Bergbaus in Waschleithe


Mit kräftigem Bergmannsgruß Glück-auf! dürfen auch die kleinsten Steiger in die Anlage Herkules-Frisch-Glück einfahren.

Der Ortsname Waschleithe, der soviel wie "Erzwäsche am Hang" bedeutet, wurde erstmalig im Jahre 1531 urkundlich erwähnt. Waschleithe liegt am und im Landschaftsschutzgebiet "Oswaldtal" in 530 m Höhe.

Der Ort ist ohne jegliche Industrie, völlig von Wald umgeben. Waschleithe entstand im 13. Jahrhundert aus den ehemaligen Siedlungen Holzhain, Glasberg und aus einer Ansiedlung von Bergleuten am Mühlberg.

Dort, wo einst drei wandernde Bettelmönche an die Pforten des Grünhainer Klosters klopften und dem Abt einen Fund anzeigten, der sich am Fürstenberg als gewaltiger Eisenstein entpuppte, entwickelte sich schon bald der Bergbau.

Im Oswaldbachtal bei Waschleithe kann der Bergbau somit auf eine rund 750jährige Geschichte zurückblicken. Gefördert wurden verschiedene Eisenerze, Kupferkies, Schwefelkies und Arsenkies sowie Zinkblende, Bleiglanz und Silber.

Zwischen 1830 und 1921 wurde Marmor abgebaut.Die erste Erwähnung der Grube "Frisch Glück" stammt aus einem Grubenbericht des Bergamts Annaberg aus dem Jahre 1705.

Der erste Aktenvermerk zur Grube "Herkules" stammt dagegen erst aus dem Jahre 1793. Die Zusammenlegung der beiden Gruben erfolgte 1855 unter dem Namen "Herkules-Frisch-Glück". Im Jahre 1921 wurde nach 216 Jahren der aktive Bergbau eingestellt. Seit 1922 wird "Herkules-Frisch-Glück" als Schaubergwerk genutzt. Es ist heute das älteste Schaubergwerk Sachsens. In den Jahren 1965/66 wurde durch Lehrlinge der SDAG WISMUT der Frischglücker Tagesschacht rekonstruiert.

Zu den Besonderheiten des Schaubergwerks "Herkules-Frisch-Glück" zählen neben dem kleinen und dem großen Marmorsaal und einem unterirdischen See seit dem 12. November 2006 eine urige Bergschmiede. Diese entstand aus einer ehemaligen Schutzhütte mit Schmiedefeuer, Blasebalg, Steingrill, Kaminofen und rustikalen Sitzgelegenheiten.

Sie lädt zum Verweilen, vor oder nach den Führungen bzw. Veranstaltungen, ein. Zur Weihnachtszeit finden in "Herkules-Frisch-Glück" Mettenschichten statt. Außerdem gibt es das ganze Jahr über musikalische Veranstaltungen unter Tage. Der Einstieg erfolgt über 250 Stufen. Es werden festes Schuhwerk und warme Kleidung empfohlen. Bei größeren Gruppen ist eine vorherige Anmeldung erwünscht (Tel.: 03774/24252).


Erschienen am 05.04.2007




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