Working Cowhorse in Aktion Die Disziplin Working Cowhorse in Aktion: Joschka Werdermann aus Baden-Württemberg wurde auf der vierjährigen Criollo-Stute Chaca Julia All-Around-Champion der Klasse Reiter LK 2 A.

Foto: Heinz Künzel

Reiterhof in Cunersdorf atmet Cowboy-Flair

Westernreiten im Erzgebirge: Auf dem Reiterhof in Cunersdorf ist dies möglich. In dem erzgebirischen Ort wird Working Cowhorse betrieben

Der Cowboy gilt als Inbegriff des Wilden Westens. Anders als im Hollywood-Film, der bevorzugt Saloon-Prügeleien, Schießereien und Gemetzel mit Indianern thematisiert, hatte der echte Cowboy hauptsächlich mit Viehwirtschaft zu tun. Auf dieser Tätigkeit beruht auch die Disziplin Working Cowhorse im Westernreiten.

Als erfolgreichster deutscher Vertreter seiner Zunft war Philipp Martin Haug am Wochenende zum AQ- und C-Turnier nach Cunersdorf gekommen. Doch nicht im Sattel, sondern auf Gehhilfen. Der achtfache Europa- und zehnfache Deutsche Meister, der 2011 zu den Top 10 der Weltrangliste gehörte, hatte durch einen Unfall einen Kreuzbeinbruch erlitten. Er betreute seine Schützlinge vom Herzoghof Gettengrün, darunter Ehefrau Simone. Der gebürtige Reutlinger ist im vergangenen Jahr nach Adorf gezogen. "Ich fühle mich in meiner neuen Heimat sehr wohl. Landschaftlich eine sehr schöne Gegend!" sagte Haug. "Den Cunersdorfern muss ich ein großes Kompliment machen. Sie haben eine bestens organisierte Veranstaltung auf die Beine gestellt."

150 Westernreiter aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern, Hessen und Baden-Württemberg sowie Gäste aus Polen wetteiferten auf dem Arabian- Reiterhof Georgi drei Tage lang um die Qualifikation zu den deutschen Meisterschaften. Besonders zu schaffen machte Mensch und Tier die große Hitze. Der Reit- und auch der Vorbereitungsplatz mussten deshalb regelmäßig mit Wasser besprengt werden.

Einer der Ersten, der zu Siegerehren kam, war der vielfache Sachsenmeister Sven Lohr von der Pferdefarm Hauschild in Niederhohndorf. Er gewann mit seinem 6-jährigen Jungpferd Joe Alberta den Junior Trail. Beste Teilnehmerin vom Ausrichter war Lisa-Marie Georgi, die mit drei verschiedenen Pferden startete. Die 17-Jährige gewann auf dem Quarter Horse Smooth N Kohinoor das Western Riding und Senior Superhorse sowie auf Rock Star Doll die Western Horsemanship. Auch in anderen Disziplinen erreichte sie vordere Platzierungen. Ihre Teamkollegin Katja Modes wurde auf Bella BH Dun It unter anderem Zweite im Junior Trail, Western Horsemanship und im Junior Reining.

Die gelungene Veranstaltung ließ die Probleme im Vorfeld vergessen. "Mein Mann Claus als Hauptorganisator hatte sich zu Ostern mehrfach den Oberschenkel gebrochen, so lag die gesamte Last der Vorbereitung auf mir", sagte Cornelia Georgi vom  Reiterhof. "Doch ich bekam von vielen Seiten beste Unterstützung, wofür ich sehr dankbar bin." Claus Georgi ließ es sich aber nicht nehmen, auf Krücken selbst einige Siegerehrungen vorzunehmen.

www.ewu-sachsen.de

 

 
 
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