In einer Version für die ganze Familie kommt der "Sommernachtstraum " in Chemnitz auf die Bühne.

Foto: Veranstalter

"Ein Sommernachtstraum" ist am 24. März erneut in Chemnitz zu sehen

Die nächte Vorstellung des Balletts "Ein Sommernachtstraum" von Reiner Feistel findet am 24. März, 19 Uhr, im Chemnitzer Opernhaus statt.. Die Musik zu dem Stück nach Shakepeare stammt von Felix Mendelssohn Bartholdy, Gioachino Rossini, Claude Debussy, Igor Strawinsky und Edward Elgar.

Das Stück

William Shakespeares Komödie "Ein Sommernachtstraum", 1598 uraufgeführt, gehört zu den bekanntesten und meistgespielten Bühnenstücken des britischen Autors, das neben bildenden Künstlern auch Schriftsteller und Theaterschaffende zu diversen Adaptionen in Theater und Film inspiriert hat. Ebenso sahen sich Komponisten durch die einzigartige Atmosphäre des Stücks angeregt; so auch Felix Mendelssohn Bartholdy, der 1842 eine Schauspielmusik zum Werk komponierte, die vor allem durch den darin enthaltenen Hochzeitsmarsch zu weltweiter Berühmtheit gelangte. Choreograf Reiner Feistel bringt nun den Shakespearschen Stoff in einer ganz eigenen und frischen Version für die ganze Familie auf die Bühne des Chemnitzer Opernhauses.

Bereits der Titel des Werkes lässt die zauberhafte Atmosphäre erahnen, die die Geschichte prägt. Alles dreht sich um die Liebe. In der Magie einer Sommernacht ringen vier junge Menschen, Hermia, Lysander, Helena und Demetrius, um die Erfüllung ihrer Liebessehnsüchte. Doch nicht nur die Menschenwelt unterliegt amourösen Verstrickungen. Auch Elfenkönig Oberon und seine Frau Titania befinden sich in einem leidenschaftlichen Streit. Puck, Oberons Hofnarr, macht die Verwirrung komplett, als er im Auftrag des Elfenkönigs neben Titania fälschlicherweise auch Lysander und Demetrius mit einem Liebeszauber belegt und damit die Paare neu zu fügen scheint. Erst Oberons Eingreifen stellt die Ordnung wieder her, sodass die Liebenden sowohl in der Elfen- als auch in der Menschenwelt zueinanderfinden können.

Die Musik

Reiner Feistel wählte für seinen Ballettabend zum einen die gleichnamige Schauspielmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy, die er mit verschiedenen Sätzen aus seinen Sinfonien drei, vier und fünf ergänzt. Mit jenen romantischen Werken gibt er der Sphäre der Menschen, des höfischen Paares und der vier jungen Liebenden in der Musik eine stilistische Handschrift.

Die Handwerker, die einer anderen gesellschaftlichen Schicht als die übrigen Figuren angehören, werden durch die Besetzung der Rolle des Handwerkers Peter Squenz mit dem Perkussionisten Bernd Sikora vom übrigen Personenkreis abgehoben. Der Musiker wird live auf der Bühne über Mendelssohnsche Themen improvisieren.

Zum anderen sind Debussys "Prelude à l'aprés-midi d'un faune", "Children's Corner" und "Claire de Lune" der Sphäre der Elfenwelt zugeordnet. Claude Debussys impressionistische Werke geben dem Geschehen im Wald eine sinnliche Atmosphäre. Darüber hinaus sind noch Igor Strawinskys "Four Norwegian Moods" und "Nimrod" aus den Enigma-Variationen von Edward Elgar zu hören.

 
erschienen am 08.02.2017
 
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