Marion von Sahr-Schönberg (l.), Vorsitzende der Schönbergschen Stiftung, sah sich am Sonntag im Kreuzgang den Taufstein aus der Kirche Hirschfeld, in dem Katharina von Bora getauft worden sein soll, an. Kirchenvorstandsmitglied Konrad Heinze berichtete über Vorhaben und Geschichte des Kreuzgangs .  Marion von Sahr-Schönberg (l.), Vorsitzende der Schönbergschen Stiftung, sah sich bei einem Tag der offen Tür im Kreuzgang den Taufstein aus der Kirche Hirschfeld, in dem Katharina von Bora getauft worden sein soll, an. Kirchenvorstandsmitglied Konrad Heinze berichtete über Vorhaben und Geschichte des Kreuzgangs .

Foto: Eckardt Mildner

Bedeutende Kunstwerke im Freiberger Dom

Jeder Einwohner von Freiberg hat die Goldene Pforte und die große Silbermannorgel im Dom St. Marien schon gesehen - zumindest sollte das so sein. Doch dass zur Sehenswürdigkeit weitere baugeschichtliche Schätze gehören, wissen selbst nur wenige Einwohner der Bergstadt.

Nach Angaben der evangelischen Domgemeinde wurde die gotische Hallenkirche nach dem Stadtbrand 1484 gebaut und 1501 geweiht. Sie ersetzte die durch den Brand stark beschädigte romanische Basilika St. Marien, die 1190 fertig gestellt worden war. Papst Sixtus IV. erhob die Marienkirche 1480 zum Dom.

Einige Kunstwerke aus der Basilika St. Marien haben sich bis heute erhalten. Dazu gehört die Goldene Pforte, ein 1230 geschaffenes Rundbogen-Sandsteinportal an der Südseite des Doms. Die Goldene Pforte gehört zu den Hauptwerken der deutschen Kunst im 13. Jahrhundert.

Die zwischen 1710 und 1714 von Gottfried Silbermann erbaute Orgel ist eine Orgel mit 40 Registern.

Im Freiberger Dom sind 40 Familienmitglieder und 9 Herrscher der albertinischen Wettiner beigesetzt. Außerdem verfügt der Dom über zwei Kanzeln.So fanden dort unter anderem August, Kurfürst von Sachsen (1526-1586) und seine Gemahlin, Anna von Dänemark und Norwegen (1532-1585), ihre letzte Ruhe.

Derzeit laufen im Dom Sanierungsarbeiten. So soll zunächst die Hälfte des Kreuzgangs instand gesetzt werden. "DerKreuzgang wird kein Museum", betonte Dompfarrer Jörg Coburger. "Er wird zwar für alle zugänglich sein, aber Teil der Kirchgemeinde werden." Für den Erhalt des Kleinods sucht die Gemeinde weitere Spenden. Nach 2014 nämlich soll der zweite Teil des Kreuzgangs saniert werden.

Auch das 800 Jahre alte romanische Taufbecken wird saniert. "Dieses stammt aus der Kirche in Hirschfeld. In ihm soll die Ehefrau von Martin Luther, Katharina von Bora, getauft worden sein", sagt Pfarrer Jörg Coburger. Nach der Sanierung - für das Becken gibt es einen anonymen Stifter - sollen dort wieder Taufen möglich sein.

 

 
(Von Thomas Reibetanz und Christian Wobst)
 
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