Der "Sauensäger" Andreas Martin mit seinen Arbeitswerkzeugen und seinen Kunstwerken.

Foto: Privat

Ein Skulpturenpark der besonderen Art

Eigentlich wollten Andreas Martin und seine Mitstreiter in ihrem selbstgefertigten Blockhaus nur Material f√ľr die Waldbewirtschaftung und Heu f√ľr die Rinder einlagern. "Aber dazu kam es nicht. Die Waldbesucher waren der Meinung: "Das muss f√ľr die Allgemeinheit nutzbar werden, das ist viel zu schade als Waldscheune", erinnert sich Andreas Martin. Das war vor mehr als zehn Jahren. Mittlerweile ist der "Sauens√§ger" in Blockhausen, einem "Ortsteil" der Gemeinde Dorfchemnitz in Mittelsachsen, eine Institution.
 
Seinen Spitznamen verdankt Andreas Martin den zahlreichen Wildschweinen, die er in den vergangenen Jahren geschnitzt hat. Wenn es um Schnitzwerkzeuge geht, greift der Erzgebirger zur Kettens√§ge. "Die Kettens√§genschnitzer auf der ganzen Welt sind wie eine gro√üe Familie und t√§glich kommen neue Talente dazu", sagt Andreas Martin. Die talentiertesten l√§dt er j√§hrlich in seine H√ľtte ein. Das n√§chste Kettens√§gen-Symposium ist zwischen dem 1. und 3. Oktober geplant. "Es ist faszinierend, in welcher Geschwindigkeit eine Figur entsteht. Wer denkt, dass Motors√§genl√§rm absto√üend wirkt, der irrt, er zieht Zuschauer magisch an", sagt Andreas Martin. Kein Wunder also, dass der Huskycup zu Pfingsten immer eine Art gro√ües Volksfest ist.
 
Aber auch an allen anderen Tagen lohnt sich ein Ausflug nach Blockhausen. Egal, ob im Winter oder im Sommer, mehr als 120 Skulpturen, die bei den vergangenen Schnitzwettbewerben entstanden, wollen entdeckt werden. Zwischen Mai und Oktober hat t√§glich ab 11 Uhr der Imbiss f√ľr die Besucher ge√∂ffnet.
 
Wer sich dar√ľber hinaus f√ľr den Wald interessiert, dem bieten Andreas Martin und sein Team nach Anmeldung Erlebniswanderungen an. "Im Forstrevier Lichtenberg und unserem Wald sind zwei Pfade angelegt worden. Das Motto lautet ,Quer-waldein'. Abseits von festen Wegen f√ľhren wir die Teilnehmer auf unseren Pfaden durch alle Schichten des Waldes", sagt Andreas Martin. Nach gut zwei Stunden Wanderung ist die Freiberger H√ľtte jeweils das Ziel der¬† Tour. "Dort d√ľrfen sich die Wanderer auf Wildbratwurst, Gl√ľhwein oder ein k√ľhles Bier freuen", so der "Sauens√§ger". Selbstverst√§ndlich kann die H√ľtte auch f√ľr Familienfeste und Firmenfeiern gemietet werden. √úbernachtet werden kann dann im Heuhotel.
 
Service
Der "Sauensäger" befindet sich im "Ortsteil" Bockhausen der Gemeinde Dorfchemnitz. Wanderfreunde können einen Besuch mit einer 15 Kilometer langen Tour verbinden. Diese ist unter diesem Link beschrieben. Die Homepage des "Sauensäger" erreichen Interessierte unter diesem Link.
 

 

 
 
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