Holzengel Wer in der Manufaktur ausgebildet wird, muss die Techniken lernen.

Foto: Wendt & Kühn

Typisch Erzgebirge: Wendt & Kühn lädt zum Blick hinter die Kulissen nach Grünhainichen

Nur selten öffnen sich die Tore der Wendt & Kühn-Manufaktur in Grünhainichen für das Publikum. Nun ist es wieder soweit. Bis Sonntag gewähren die Macher der Elfpunkteengel jeweils von 10 bis 17 Uhr einen Blick hinter die Kulissen.

Präsentation neuer Figuren

Zudem präsentieren die Grünhainichener Handwerker fünf neue Figuren, die fortan zum Sortiment des Unternehmens gehören werden. Es sind zwei fröhliche Lampionkinder sowie zwei Mädchen mit einem Margeritenkranz um den Kopf und einer Zahl, die sich je nach Anlass austauschen lässt.

Als letzter im Bunde des Quintetts zeigt Wendt & Kühn einen knienden Elfpunkteengel, der einen Brief und einen Blumenstrauß übergibt.

Bemalen der Blumenmädchen Langjährige Erfahrung, Geduld und eine ruhige Hand sind zum Bemalen der Blumenmädchen unerlässlich.

Foto: Wendt & Kühn

Mal- und Bastelstraße lädt zm Mitmachen ein

Wer selber einmal ausprobieren und erfahren möchte, wie schwer es ist, einen Holzengel zu bemalen, kann dies machen. Mal- und Bastelstraße für die kleinen und großen Gäste sind aufgebaut. Die Firma informiert über den Ausbildungsberuf des Holzspielzeugmachers.

Erfunden hat die Elfpunkteengel Grete Wendt. Das Gespür für Kunstvolles, für das Gestalten war Grete schon in der Kindheit eigen. Sie malte und zeichnete gern, bewies dabei Talent. Ihr Vater Albert Wendt, Leiter der Grünhainichener Gewerbeschule, entdeckte und förderte die Begabung der Tochter, die viel Zeit in den Werkstätten der Grünhainichener Spielzeugmacher verbrachte. Er schickte sie auf die Königlich-Sächsische Kunstgewerbeakademie in Dresden. Karl Schmid, Gründer der Deutschen Werkstätten für Handwerkskunst Dresden-Hellerau, holte die begabte Gestalterin in seine Firma.

Malerei Grete Wendt (hinten Mitte) schaute den Frauen in der Malerei bei der Arbeit zu. Die Aufnahme stammt aus den 1950er-Jahren.

Foto: Privat

Vorreiterin Grete Wendt

Mit der Kommilitonin Grete Kühn gründete Wendt am 1. Oktober 1915 die Firma Wendt & Kühn. 1923 erblickte der erste Engelmusikant das Licht der Welt. Ein Ära war geboren.

Service

Die Schautage von Wendt & Kühn finden bis zum 12. Mai statt. Jeweils von 10 bis 17 Uhr haben die Besucher in der Grünhainichener Manufaktur, Chemnitzer Straße 40, die Möglichkeit, hinter die Kulissen der weltweit bekannten Firma zu blicken. Der Eintritt zu den Schautagen ist kostenlos.

www.wendt-kuehn.de

 
erschienen am 10.05.2013 (Von Daniel Bagehorn)
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
0
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
Artikel weiter empfehlen