Das neue Max-Pechstein-Museum in den Kunstsammlungen Zwickau zeigt fast 50 Zeichnungen des in Zwickau geborenen "Brücke"-Künstlers. Das neue Max-Pechstein-Museum in den Kunstsammlungen Zwickau zeigt fast 50 Zeichnungen des in Zwickau geborenen "Brücke"-Künstlers.

Foto: Gregor Lorenz/Stadtverwaltung Zwickau

Zwickauer feiern das neue Max-Pechstein-Museum

Die Zwickauer Stadtchronik ist seit dem 11. April um ein wichtiges Datum reicher. 18 Uhr erfolgt die feierliche Eröffnung des Max-Pechstein-Museums in den Kunstsammlungen Zwickau in der Lessingstraße 1.

Zur Eröffnung im Beisein geladener Gäste haben sich sechs Enkel und drei Urenkel von Max Pechstein angekündigt. Sie wollen dabei sein, wenn dieser lang gehegte Traum Wirklichkeit wird. Dafür nehmen Pechsteins Nachfahren teils sehr lange Anreisen in Kauf. Sie kommen aus Berlin, Hamburg und Kiel, aber auch aus Frankreich, England und den USA.

Fortan befindet sich das Lebenswerk von Max Pechstein an einem attraktiven Ausstellungsort. In vier Räumen werden insgesamt fast 50 Werke - darunter Gemälde, Skulpturen und kunstgewerbliche Arbeiten - aus Pechsteins gesamter Schaffenszeit gezeigt.
In den letzten Jahrzehnten konnte mit Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken sowie Briefen und Postkarten eine hochkarätige Pechstein-Sammlung aufgebaut werden, die durch zahlreiche Dauerleihgaben aus Privatbesitz erweitert wurde.

Am Samstag und Sonntag feiern die Zwickauer und ihre Besucher ihr neues Max-Pechstein-Museum. Nach der feierlichen Eröffnung am Freitag, gibt es am Samstag, dem 12. April, von 13 bis 18 Uhr ein buntes Rahmenprogramm. Um 13 Uhr heißt es: "Pechstein kommt!". Um 15 Uhr führt Enkel Alexander Pechstein durch die neuen Räume und um 17 Uhr hält Enkelin Julia einen Vortrag unter dem Titel Max Pechstein: ". gezeichnet habe ich immer." Für Musik sorgt an diesem Tag das Trio Muggefugg und in der Kuppelhalle gibt es Kaffee und Kuchen.

Ein interessanter Vortrag steht am Sonntag, dem 13. April, um 14 Uhr, auf dem Programm. Ulrich Drumm, Mitglied des Fördervereins "Max Pechstein"bereiste in den vergangenen Jahren wiederholt die Palau-Inseln. Mit dem Vortrag "Palau gestern und heute" widmet er sich Pechsteins wohl wichtigsten Inspirationsort. Denn der Aufbruch auf die Südseeinselgruppe Palau im Jahr 1914 stellte zweifelsohne einen Höhepunkt in Pechsteins künstlerischem Leben dar. Weitab der westlichen Zivilisation fand der Maler tatsächlich ein kleines Paradies und die Ursprünglichkeit des Lebens, nach der er sich gesehnt hatte. Seine Eindrücke hielt er in zahlreichen Aquarellen, Holzschnitten, Tuschezeichnungen und Ölgemälden fest.

Am Eröffnungswochenende lädt das Max-Pechstein-Museum, Lessingstraße 1, am Samstag von 13 bis 20 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr ein. Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist an beiden Tagen frei.

 
erschienen am 11.04.2014
 
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