Burgruine aus dem 12. Jahrhundert Burgruine aus dem 12. Jahrhundert

Foto: Stadt Frauenstein

Frauenstein begeistert mit Burgruine und Schloss im Doppelpack

Die grösste Burgruine Sachsens, die gleichzeitig als eine der sehenswertesten in ganz Deutschland zu betrachten ist, befindet sich im erzgebirgischen Frauenstein.

Bereits im frühen 18. Jahrhundert begann hier eine Burg zu verfallen, die etwa 1200 gebaut wurde. Damals sollte sie die Grenze zwischen der Mark Meissen und Böhmen sichern. Mittlerweile erfüllen die nur noch begrenzt vorhandenen Mauern einen ganz anderen Zweck. Sie locken jedes Jahr viele Touristen an, die einen Hauch von Abenteuer verspüren und zugleich die reizvolle Landschaft des Osterzgebirges geniessen wollen.

Das genaue Aussehen des Bauwerks, das 1218 unter dem Namen "Castrum Vrowenstein" erstmals urkundlich erwähnt wurde, lässt sich beim Anblick der verbliebenen Mauern heute nur noch erahnen. Zwischen Mai und Oktober können sich Gäste bei Führungen ihr eigenes Bild machen und zudem vorher den unter Denkmalschutz stehenden Marktplatz bewundern.

In den Wintermonaten sind Besucher aus Sicherheitsgründen nur beschränkt zugelassen. Doch es gibt ja noch das Schloss Frauenstein, die Heinrich von Schönberg und seine Frau Christina zwischen 1585 und 1588 unterhalb der Burg im Renaissance-Stil errichten liessen.Die nach einer Belagerung durch den Markgrafen (1438) ohnehin schon beschädigte Burg beginnt nach dem Stadtbrand von 1728 endgültig zu verfallen.

Der ganze Stolz der Stadt war fortan das Schloss, in dessen Kreuzgewölbesaal sich mittlerweile das "Gottfried-Silbermann-Museum" befindet. Dieses vermittelt ein genaues Bild des bekannten Orgelbauers. Auch die Kopie einer Original-Orgel, die durch Raubzüge verloren gegangen war und nun in Bremen steht, ist im Schloss zu finden.

 

 
 
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