Die Heimatecke in Waschleithe ist ein beliebtes Ausflugsziel. Die Heimatecke in Waschleithe ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Foto: Nils Bergauer (Archiv)

Heimatecke Waschleithe: eine Miniatur-Reise durch das Erzgebirge

Ein kleines, selbst gebasteltes Miniatur-Wasserrad legte vor mehr als 50 Jahren den Grundstein f√ľr die "Heimatecke" in Waschleithe. Heute sind in der Schau rund 90 Miniaturmodelle aus dem Erzgebirge zu sehen.

Es liest sich fast so, als k√∂nnten die Mitglieder des Vereins Heimatfreunde Waschleithe auch heute noch nicht so recht glauben, was einst den Grundstein f√ľr die Miniaturanlage am Seifenbach legte. "Waren es Zufall, Gl√ľck oder eine Eingebung, als die beiden Jugendfreunde Gernot Schreier und Klaus-J√ľrgen Schramm bereits 1960 an einem Abzweig des Seifenb√§chleins ein selbst gebasteltes Wasserrad aufstellten", hei√üt es vielsagend auf der Homepage des Vereins. Fakt ist: Zum Wasserrad gesellte sich bald ein Hammerwerk, daneben wurde eine Bank zum Verweilen errichtet. √úber die Jahre wuchs das Areal. Heute sind rund 90 Modelle ausgestellt.

"Die meisten Besucher bleiben vor dem Ensemble aus Schloss und Kirche Schwarzenberg staunend stehen", sagt Christina Ihme, Gesch√§ftsstellenleiterin der "Heimatecke" genannten Anlage. Erst im vergangenen Jahr wurde das Ensemble um den Personenaufzug erg√§nzt. Der sorgt, weil er sich bewegt, vor allem bei den Kindern f√ľr staunende Gesichter. "Egal, ob der Nachbau der Schmalspurbahn zwischen Cranzahl und Oberwiesenthal oder der Nachbau von Schanze, Sessellift und Schwebebahn in Oberwiesenthal - die Kinder k√∂nnen sich f√ľr all die Objekte begeistern, die sich bewegen." Ihr selbst gef√§llt das Modell der alten Schule in Waschleithe am besten. "Bis Ende der 30er-Jahre wurde in dem Geb√§ude noch unterrichtet. Mein Vater hat die Schule noch selbst besucht, heute ist sie ein Privathaus", erz√§hlt Christina Ihme.

Neben Objekten aus der unmittelbaren Umgebung befinden sich in der Anlage auch Nachbauten von Schloss Augustusburg und Burg Kriebstein. Das neueste Objekt ist ein Förderturm der Wismut.

Wurden die Modelle fr√ľher aus Holz angefertigt, wird seit Anfang der 1990er-Jahre Kunststoff genutzt. "Wir haben derzeit noch einen Mitarbeiter in der Werkstatt besch√§ftigt, der die Modelle in Handarbeit baut", sagt Christina Ihme. Mehrere hundert Stunden dauere es, bis ein neues Model fertig ist, das anschlie√üend die staunenden Blicke von Urlaubern, Tagesg√§sten und Schulklassen auf sich ziehen kann.

Geöffnet ist die Heimatecke am Seifenbach in Waschleithe je nach Witterung von April bis Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr.

Eintrittspreise: Kinder von 6 bis 16 Jahre 2,50 Euro, Erwachsene 3,50 Euro, Schwerbehinderte 3 Euro, Familienkarte (zwei Erwachsene und zwei Kinder) 10 Euro.

 
erschienen am 06.08.2017
 
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