Julia Neigel. Julia Neigel.

Foto: Alexandra Adrian

Zwickau erwartet Rekord-Stadtfest mit 150.000 Besuchern

Schon vor Beginn des diesjährigen Zwickauer Stadtfests (16. bis 19. August) sind die finanziellen Rekorde bereits gefallen. Mit Kosten von 300.000 Euro wird das 17. Zwickauer Stadtfest das teuerste seiner Art. Das gab Finanzbürgermeister Bernd Meyer (Die Linke) bekannt. Das Stadtfest soll ein Höhepunkt im an Festen reichen 900. Jubiläumsjahr werden. Worauf sich die voraussichtlich 150.000 Besucher schon einmal freuen können:

Musikalischer Höhepunkt: Als Star des Stadtfests ist der deutsche Popmusiker Wincent Weiss angekündigt. Der 25-Jährige ist seit 2015 mit diversen Titeln Dauergast in den deutschen Charts, wurde zudem mehrfach ausgezeichnet. Sein Hit "Feuerwerk" begleitete den Jahreswechsel 2017/2018 am Brandenburger Tor. "Wir sind sehr glücklich, dass wir ihn loseisen konnten. Er hatte an dem Termin schon einen anderen Auftritt geplant", sagte Gunnar Tichy von Radio Zwickau, der die Verantwortung für die Hauptmarktbühne trägt. Dort soll Weiss Samstag ab 23.30 Uhr stehen.

Angesagte Künstler: Unmittelbar vorher soll mit Lukas Rieger besonders das junge Publikum auf seine Kosten kommen. Der 19-Jährige wird als deutscher Justin Bieber gehandelt. Darüber hinaus sind unter anderem Auftritte der Band Marquess, von Julia Neigel, Bernhard Brink, den Paldauern, Gerhard Schöne und der Rod-Stewart-Coverband Mr. Rod geplant. Lokales Flair verspricht neben zahlreichen Zwickauer Bands auch der Auftritt der aus der Schumannstadt stammenden Schlagersängerin Regina Thoss.

Bühnen: Wie in den vergangenen Jahren sind die Bühnen wieder auf dem Hauptmarkt, dem Domhof, dem Kornmarkt und erneut auch im Muldeparadies zu finden. Letzteres soll besonders Familien und Kinder ansprechen. Besonders laut dürfte es am Donnerstagabend auf dem Hauptmarkt werden: Im Gasometer-Warm-Up zum Stadtfest lässt es die deutsche Metal-Band Hämatom nicht gerade zimperlich angehen.

Riesenrad bleibt: Trotz Anwohnerbeschwerden über den Standort wird das Riesenrad erneut im Muldeparadies stehen. "Unsere Auswertung hat ergeben, dass es positiv angenommen wurde, auch der Betreiber war zufrieden", sagte Grit Weise vom städtischen Kulturamt. Der Standort war 2017 in die Kritik geraten, weil man vom Riesenrad auf die Balkone und in die Wohnungen der Anwohner am Muldeparadies blicken konnte. Früher befand es sich vor dem Gewandhaus, was aber aufgrund der Baustelle auch 2018 nicht möglich ist.

Weitere Aktionen: 180 Händler, mehr als 20 Sponsoren, mehrere Schausteller und ein Trödelmarkt vor dem Dom runden die Veranstaltung ab. Zudem will die Stadt am Sicherheitskonzept festhalten, das unter anderem erneut ein Glasflaschenverbot vorsieht. 2017 hatte die Polizei gerade einmal acht Straftaten registriert. Laut Stadt war es das "friedlichste Stadtfest aller Zeiten".

 
erschienen am 13.06.2018
 
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