Einsiedler Bier Bozena Schiemann sowie Martin und Madeleine Knapp (von links) können ihre Bilder auf dem Rückenetikett der Flaschen bestaunen.

Foto: Andreas Truxa

Neues Bier aus Einsiedel schmeckt nach Mandarine

Die Bestätigung gibt es auf dem grünen Rücken-Etikett: Dort sind die Namen und Konterfeis aller Frauen und Männer zu finden, die an der Komposition des Bieres mitgewirkt haben, das ab sofort nicht nur durch Chemnitzer Kehlen rinnen, sondern auch ein Stück identitätsstiftende Wirkung entfalten soll.

"Bislang gab es kein Bier, in dessen Bezeichnung der Name der Stadt Chemnitz auftaucht. Das wollten wir ändern", erläuterte Markus Grüsser, Vertriebschef der Einsiedler Brauerei, am Montag bei der Markteinführung in einem Getränkehandel an der Arno-Schreiter-Straße.

Zu denen, die sich auf der Flasche selbst wiederentdeckten, gehörte Bozena Schiemann. Die 26-Jährige hatte Anfang des Jahres in der "Freien Presse" den Aufruf der Brauerei gelesen und sich mit ihren Freunden Madeleine und Martin Knapp sofort angemeldet. "Wir trinken alle drei gerne Bier und wenn man eine neue Sorte mit kreieren kann, ist das umso besser", so Schiemann.

Mit den anderen Teilnehmern habe man zunächst eine Führung durch die Brauerei unternommen und dabei eine Menge über die Bierbraukunst erfahren. "Dann", so Madeleine Knapp, "mussten wir unsere Wünsche formulieren, von der Färbung bis zur Art und Menge des Hopfens".

Im Anschluss an diesen ersten Besuch bereitete Einsiedler-Bierexperte Sören Pitro drei unterschiedliche Sude vor - einen äußerst herben mit hohem Hopfengehalt, einen klassischen in Anlehnung an das bestehende Sortiment des Brauhauses sowie einen dritten mit einem deutlich wahrnehmbaren Geschmack nach Zitrusfrüchten, insbesondere nach Mandarinen.

Letzterer gewann die Abstimmung der erneut eingeladenen Teilnehmer knapp gegen die herbe Variante, was Bozena, Madeleine und Martin freute: "Das war auch unser Favorit". Das neue "Pils der Chemnitzer" weist eine Stammwürze von 11,2Prozent und einen Alkoholgehalt von 4,9 Prozent auf, die Farbe ist hellgelb. Da der Mandarinen-Geschmack nicht mit Zusätzen, sondern mit einer speziellen Hopfenart, Aromahopfen, erreicht werde, sei auch das Reinheitsgebot erfüllt, erläutert Pitro.

Bislang hat das Brauhaus rund 100.000 Flaschen des Bieres abgefüllt. In spätestens einem Monat soll es in jedem Chemnitzer Einkaufsmarkt zu haben sein. Preis pro Flasche mit Pfand: 66 Cent.

 
(von Jürgen Werner)
 
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