Silke Köhler, Chefin des gleichnamigen Ferienhofes in Lauenhain, ist auch leidenschaftliche Reiterin. Silke Köhler, Chefin des gleichnamigen Ferienhofes in Lauenhain, ist auch leidenschaftliche Reiterin.

Foto: Thomas Michel

Ferienhof in Lauenhain lässt keine Urlaubswünsche offen

Die reinste Idylle - so könnte man den Ferienhof von Köhlers in drei Worten beschreiben. Vor dem Vierseithof weiden wollige Galloway-Rinder. Etwas weiter hinten galoppieren edle Pferde über die weitläufige Koppel. Auf der Wiese am Garten schnattern Gänse, scharren Hühner. Die Gäste werden von Gordon-Setter-Hündin Lara begrüßt, die Katzen Willy und Mietzi schleichen über den Hof.
Eine Idylle, die auch jede Menge Arbeit macht.
 
Doch die 42-jährige Silke Köhler, die Chefin im Ferienhof, macht sie gern. "Ich bin in Lauenhain geboren. Mir gefällt es hier. Jeder kennt jeden", erzählt sie. 1989 sind die Köhlers in den Bauernhof der Großtante eingezogen. Nach der Wende begannen sie im großen Umfang auszubauen und umzugestalten. Im Seitengebäude entstand eine Ferienwohnung. Sie wird vor allem in der Woche an Leute, die in der Nähe arbeiten, vermietet. Im Wohnhaus, das zirka 300 Jahre alt ist, gibt es noch eine kleinere Unterkunft. Das Umfeld ist ideal für Familien mit Kindern, die hier Urlaub auf dem Bauernhof erleben können. Silke Köhler, die wie ihre Tochter Lisa im Reit- und Fahrverein Lauenhain Mitglied und leidenschaftliche Reiterin ist, betreut außerdem vier Pensionspferde.
Viel Energie steckt sie auch in ihren Naturkostladen, den sie im Januar 2007 eröffnet hat.
 
Mittwochs und samstags kaufen die Leute bei ihr Obst und Gemüse, knackfrische Brötchen, Milch und andere Biowaren. "Das Angebot wird sehr gut angenommen", freut sich die zierliche Frau, die scheinbar alles mühelos im Griff hat. Dass die Wege auf dem Dorf manchmal ziemlich weit sind, stört die Mutter dreier Kinder nicht. Tochter Lisa (17) geht ebenso wie die Söhne Philip (14) und Martin (11) auf des Crimmitschauer Gymnasium. Alle drei musizieren außerdem am Robert-Schumann-Konservatorium in Zwickau. "Da bin ich öfter in der Woche Taxi"", schmunzelt Silke Köhler, die von ihrem Ehemann Gerd, der als Maschinenbauingenieur in Hohenstein-Ernstthal arbeitet, tatkräftig unterstützt wird. "Holz machen ist eine seiner großen Leidenschaften", sagt seine Frau lachend und zeigt auf die ordentlich aufgeschichteten Stapel von Kaminholz im Gartengelände. "Unser letzte große Baumaßnahme ist das Scheunendach. Dann sind wir fertig, wie man eben jemals fertig sein kann auf einem Bauernhof", meint die 42-Jährige.

 
 
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