Radtour durchs Schwarzwassertal Natur pur bietet das romantische Schwarzwassertal zwischen Kniebreche und Kühnhaide auf zehn Kilometer Länge.

Foto: Freie Presse

Eine Tour rund um Marienberg ist die Mühe wert

Radtouren in die Kammlagen des Erzgebirges zu verlegen, ist besonders in warmen Sommermonaten ratsam, weil es in der Höhe nie so heiß wird wie beispielsweise an Elbe oder Mulde. Die Tour, um die es heute geht, hat noch einen weiteren Vorteil. Sie bietet Gelegenheit, mehrmals ein erfrischendes Bad zu nehmen. Und man kann sie guten Gewissens auch mit Kindern unternehmen - ein bisschen Training vorausgesetzt.

Start und Ziel sind das Rätzteichgebiet im Marienberger Ortsteil Gebirge/Gelobtland. Schon beim Start kann man den Kindern als Anreiz den Sprung in das gerade sanierte Gebirgsbad in Aussicht stellen. Doch dem Lohn gehen ein paar Anstrengungen voraus. Von denen bleibt man zum Glück auf den ersten Kilometern verschont. Das macht Lust. Denn es geht erst einmal lange bergab: in Richtung der Ausflugsgaststätte "Rätzens Brettmühle" und dann weiter nach Pobershau, das Urlauberdorf, das sich entlang der Roten Pockau zieht und einen Höhenunterschied von immerhin 200 Metern aufweist.

Aber keine Bange: Der bleibt uns erspart, denn wir rollen wie von allein auf der am Wochenende wenig befahrenen Straße das Tal hinab. Es lohnt sich, das Tempo zu drosseln und einen Blick auf die hübschen Häuser zu werfen mit Gärten, die eine Augenweide sind.

Etwa in der Ortsmitte liegt rechter Hand das Schaubergwerk "Molchner Stolln" - ein für Besucher ausgebautes altes Silber- und Zinnerzbergwerk, das im Rahmen einer Führung besichtigt werden kann. Man sollte wegen der Kälte im Berg aber eine Jacke dabei haben.

Aufmerksamkeit ist im weiteren Verlauf der Tour bei der Auffahrt auf die B 171 geboten, die von Marienberg kommt und nach Zöblitz führt. Wir folgen ihr ein kurzes Stück nach rechts, biegen am tiefsten Punkt, an der so genannten Kniebreche, wiederum nach rechts ab und folgen dort dem Schild "Hinterer Grund". Die ganz leicht ansteigende asphaltierte Straße ist sehr schmal, dafür wenig befahren. Sie folgt dem Verlauf der Schwarzen Pockau, ist aber nur bis zur Naturschutzstation 500 Meter hinter der "Schwarzbeerschänke" asphaltiert. Ab dort ist sie für den motorisierten Verkehr gesperrt.

Der weit längere Abschnitt durch das zehn Kilometer lange Schwarzwassertal ist ein gut befahrbarer Forstweg. Dass das Tal der Schwarzen Pockau Schwarzwassertal heißt, ist wohl dem braunen, torfhaltigen Wasser zuzuschreiben, das die Pockau mit sich führt. Mehrfach gibt es unterwegs Stellen, an denen das Wasser kleine Gumpen gebildet hat, in die man sich zur Erfrischung ruhig kurz hinein legen kann.

Länger hält es angesichts eisiger Temperaturen aber kaum jemand darin aus. Auch Bänke und Wiesen zum Verweilen gibt es reichlich. Das unter Naturschutz stehende Tal zählt zu den schönsten in deutschen Mittelgebirgen und ist auch bei Kletterern eine beliebte Adresse. Fast immer kann man einigen am Nonnenfelsen oder der Teufelsmauer zusehen. Nach langer Fahrt durch schattige Wälder weitet sich im oberen Teil das Tal, es wird sonnig und heiß.

An einer kleinen steinernen Bogenbrücke bietet sich erneut die Gelegenheit zum Baden oder zur Rast, bevor dann nach knapp zwei Kilometern Kühnhaide und die Gaststätte "Schwarzwassertal" erreicht sind. Die Gaststätte liegt an der Straße zwischen Rübenau und Reitzenhain, der wir nun ein Stück nach rechts folgen.

Er geht noch zweimal einen kurzen Anstieg bergauf, bevor die nach rechts abbiegende Brückenstraße, auch Brückenweg genannt, erreicht ist. Sie ist in Kühnhaide nicht als Abkürzung Richtung B 174 ausgewiesen, nur in umgekehrter Richtung. Daher kennen in der Regel auch nur Einheimische den Weg. Noch einmal geht es ganz sanft über wenige Kilometer bergauf - fast ohne Autoverkehr.

Kurz vor Erreichen der B174 ist mit fast 750 Metern der höchste Punkt der Tour erreicht. Der B 174 muss man 3,5 Kilometer nach rechts folgen. Da es fast durchweg bergab geht, ist der stillgelegte Bahnhof Gelobtland und damit der Abzweig zum Rätzteich schnell erreicht. Nun geht es nur noch drei Kilometer durch den Wald bis zum Ausgangspunkt bergab. Dem Badespaß im Rätzteich steht nichts mehr im Weg.

 
(Von Gabi Thieme)
 
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