Radprofis Im "Schatten" von Kirche und Schloss Schwarzenberg rollten auch schon mehrfach Radprofis vorbei.

Foto: Wolfgang Freund (Archiv)

Fahrt bietet Mischung aus Sport und Geschichte

Eines vorweg: Über den Begriff familienfreundlich lässt sich trefflich streiten. Beim Radfahren über erzgebirgisches Radwanderwege- oder auch Wandern durch die Natur des Erzgebirges - hängt viel von Alter und Fitnesszustand ab. Insofern ist die Radtour, um die es hier gehen soll, sicher nichts für kleine Kinder und völlig untrainierte Leute. Aber sportlich etwas ambitionierte und historisch interessierte Familien sollten sich der etwa 35 Kilometer langen Runde stellen, obwohl oder gerade weil ein echter Scharfrichter in Form eines rund vier Kilometer langen, teils recht steilen Anstiegs dabei ist. Aber der Reihe nach.

Start und Ziel der Tour soll der Auer Altmarkt sein. Von da aus geht es auf der Bundesstraße 283 Richtung Eibenstock. Alternativ dazu kann der bereits fertige und gut einen Kilometer lange erste Abschnitt des noch im Bau befindlichen Mulderadwegs auf der einstigen Bahnstrecke genutzt werden, der hinter der Auer Nicolaipassage beginnt. Nach knapp acht Kilometern Flachstrecke ist der Abzweig nach Bockau erreicht. Wer der B 283 aber noch einige Meter weiter folgt, kommt direkt hinter der Brücke ans malerische Rechenhaus, das sich für eine erste Rast anbietet. Anschließend das kleine Stück zurück und auf der geplanten Route leicht bergan gen Bockau.

Am Ortsausgang des Dorfs wartet schon besagter Scharfrichter hinauf nach Jägerhaus auf den Kamm, der Muldetal und Schwarzwassertal trennt. Wer auf dem Stich doch einmal vom Rad muss, dem bleibt immer noch das herrliche Naturerlebnis auf der schmalen Straße durch den Wald.

Von Jägerhaus aus führt der Kurs dafür dann fast nur noch bergab. In Richtung Schwarzenberg geht es bis zum Abzweig nach Antonsthal und bis zur Silberwäsche. Das Ensemble aus technischem Museum, Gaststätte, Freibad und Waldspielplatz lädt förmlich zu einem Stopp ein. Zumal da bereits gut die Hälfte der Tour hinter den Radlern liegt. Frisch gestärkt können alle im Schwarzwassertal gen Schwarzenberg rollen. Die schöne Altstadt samt Schloss und Kirche ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Am Kreisverkehr unter dem Schwarzenberger Viadukt erfolgt der Wechsel auf die B 101 Richtung Aue. Wer lieber noch ein paar Kilometer drauflegen will, dem sei zunächst ein Abstecher in Richtung Oberwiesenthal empfohlen. Via Grünstädtel kann durchs Pöhlwassertal das Besucherbergwerk Pöhla oder sogar das Eisenbahnmuseum Rittersgrün angesteuert werden. Die "normale" Runde verläuft dagegen auf der B 101 über Schwarzenberg-Neuwelt und Lauter zum Ausgangspunkt Auer Altmarkt zurück, wo je nach Wetter und Ankunftszeit zum Beispiel ein leckerer Eisbecher krönender Abschluss der Radtour sein kann.

Als Alternative finden ortskun-digere oder mit gutem Kartenmaterial ausgerüstete Pedalritter von Schwarzenberg aus auch einen Radweg vor, der am Schwarzwasser entlang bis Aue führt. Zudem besteht für müde Radler bereits ab Antonsthal die Möglichkeit, in den einzelnen Ortschaften an der Strecke in die Erzgebirgsbahn Richtung Aue umzusteigen. Am Wegesrand

 
(Von Frank Nestler und Kjell Riedel)
 
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