Enrico Raupach Enrico Raupach aus Zwönitz ist Fitnesstrainer und organisiert die Zwönitztal-Radtour mit. Teilnehmern der Veranstaltung am 26. Juni rät er, im Ziel die Beinmuskulatur zu dehnen.

Foto: Andreas Tannert

Schöne Radrundfahrt durch das Zwönitztal

Eine Wanderung durch das Zwönitztal im Erzgebirge kann durchaus anstrengend sein. Wie die Wanderung durch die erzgebirgische Landschaft zu einem wahren Genuss wird, erklärt der Wanderer Enrico Raupach.

Egal, auf welche Route die Wahl fällt: Enrico Raupach weiß, wie eine Tour zum Genuss wird. Der 33-Jährige ist selbstständiger Fitness- und Bewegungstrainer und Vorstandsmitglied im Förderverein "Zwönitztal". Mit dem Zwönitzer sprach Franziska Muth.

"Freie Presse": Welche Strecke ist die richtige für mich?

Enrico Raupach: Die Bezeichnungen weisen schon darauf hin. Die kürzeste - die Familien- und Seniorenstrecke - ist eher moderat und auch für Kinder geeignet. Um die Sportstrecke mit 106 Kilometern zu bewältigen, sollte man in diesem Jahr schon ein paar Hundert Kilometer gefahren sein. Doch egal für welche Strecke ich mich entscheide, sollte ich diese oder eine ähnlich bergige Distanz vorher ein- bis zweimal absolviert haben.

"Freie Presse": Wie oft muss man trainieren?

Enrico Raupach: Zweimal in der Woche Radfahren ist ein gutes Training und als moderate Bewegung an sauerstoffreicher Luft auch gut für den Körper. Die kürzeste Strecke bekommt man aber auch ohne große Vorbereitung hin.

"Freie Presse": Worauf sollten die Teilnehmer in der Woche vor der Tour achten?

Enrico Raupach: Bis drei, vier Tage vorher können sie noch kurze, anstrengende Fahrten absolvieren. So werden die Energiespeicher im Muskel entleert. Dann sollte man die Erholung in den Vordergrund stellen und die Speicher mit kohlenhydratreicher Kost wieder auffüllen, also etwa mit Nudeln, Vollkornprodukten wie Kekse und Brot, Müsli, Kartoffeln und Hülsenfrüchten. Obst und Trockenfrüchte liefern Kalium. Und ausreichend Schlaf und Trinken sind wichtig.

"Freie Presse": Sind Bier und Steak ok?

Enrico Raupach: Auf Alkohol sollten die Radler in den Tagen vorher verzichten. Auch viel Fleisch ist wenig sinnvoll. Das Eiweiß darin dient erst als Energielieferant, wenn die Kohlenhydrate, unser Benzin, total verbraucht sind.

"Freie Presse": Was gilt es am Morgen vor der Tour zu beachten?

Enrico Raupach: Nicht die Ernährung drastisch umstellen, nicht hastig oder nervös das Frühstück runterschlingen, sondern gründlich kauen, und kalte Getränke meiden. Eine letzte Mahlzeit zweieinhalb bis drei Stunden vor dem Start ist optimal, zum Beispiel Müsli, Naturreis, Obst und Gemüse oder Brot mit süßem Aufstrich.

"Freie Presse": Lieber keine Tasse Kaffee?

Enrico Raupach: Für die, die früh regelmäßig ein Tässchen trinken, ist das ok. Aber bloß weil ich wach bleiben will, sollte ich keinen Kaffee trinken. Wenn ich das nicht gewohnt bin, entzieht der Kaffee meinem Körper Flüssigkeit. Ich empfehle Mineralwasser-Fruchtsaft-Schorlen, Kräuter- oder Früchtetee. Die Trinkflasche sollte am Start gefüllt sein.

"Freie Presse": Der Startschuss fällt - wie verhalte ich mich?

Enrico Raupach: Die Tour ist ja kein Wettkampf, also kann ich langsam losfahren und muss mich nicht gleich an die Spitze setzen. Wer sich aber Ziele gesetzt hat und schneller fahren möchte, sollte vorher zum Aufwärmen ein paar Runden gedreht haben.

"Freie Presse": Worauf muss ich während des Fahrens achten?

Enrico Raupach: Flüssigkeitsmangel ist ein Hauptproblem, vor allem, wenn es heiß ist. Daher sollte ich alle 15 Minuten kleine Schlucke trinken und bei leichter Übelkeit pausieren. Mit Wasser kann ich Nacken und Kopf kühlen. Ein Helm ist nicht nur Kopf- sondern auch Sonnenschutz.

"Freie Presse": Wie sieht es mit Fitnessdrinks, Energieriegeln und -gels aus?

Enrico Raupach: Wenn ich diese noch nie getestet habe, sollte ich sie lieber lassen. Denn dann kann es sein, dass mein Magen das nicht verträgt.

"Freie Presse": Endlich im Ziel: Was mache ich als Erstes?

Enrico Raupach: Obstsäfte und Tee genügen für den ersten Durst. Die Beinmuskulatur sollte leicht gedehnt werden, aber nicht federnd sondern mit leichter Spannung, jeweils rund 20 Sekunden halten. Da kann man etwa im Stand in leichter Schrittstellung versuchen, mit den Fingern den vorderen Fuß zu erreichen. Wenn der Hunger auftaucht, ist leicht Verdauliches ok, auch Pudding oder Kuchen, später vielleicht Geflügel, Fisch oder Hüttenkäse und als Nachtisch Orangen und Bananen.

"Freie Presse": Stichwort Muskelkater - wie kann ich ihm vorbeugen?

Enrico Raupach: Gar nicht, da es sich um kleine Verletzungen im Muskel handelt. Aber ich kann ihn lindern. Zum Beispiel mit einem warmen Bad am Abend und einer Massage sowie mit einer lockeren Tour am nächsten Tag - in der Ebene und mit Rückenwind.

 
 
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