Würschnitztalradweg Der Würschnitztalradweg wird am Sonntag eingeweiht. Den neuen Weg testeten an der "Alten Ziegelei" in Niederwürschnitz mit ihren Rädern schon einmal Rolf Höfer (2. von links ) sowie Belinda Löffler mit ihren Großeltern Regina und Dieter Claus Löffler.

Foto: Andreas Tannert

Stilisiertes "W" weist Radlern den Weg

Eine 18 Kilometer lange Radroute führt vom Wasserschloss Klaffenbach über die "Alte Ziegelei" in Niederwürschnitz bis zum Waldbad Oelsnitz im Erzgebirge. Bürgermeister Rolf Höfer, selbst ein passionierter Radfahrer, schwärmt: "Weil dieser Radweg an der Würschnitz entlang führt, gibt es überhaupt keine Berge auf dieser Strecke. Damit ist der Radweg für Kinder, Untrainierte und Rentner sehr gut geeignet."

Noch ist die Strecke nicht überall im besten Zustand. "In Niederwürschnitz sind zwei Drittel des Weges in Ordnung, aber zum Beispiel im Steegenwald muss etwas getan werden. Das geht zwar fast eben hin, aber in den Senken ist es feucht und nebelig. Da bilden sich auch schnell Pfützen. Deshalb muss das alles asphaltiert werden. Alles andere wäre rausgeschmissenes Geld".

Der Ausbau der Radwege ist ein zentrales Ziel der Ile-Region "Tor zum Erzgebirge" zu dem Neukirchen, Jahnsdorf, Niederdorf, Niederwürschnitz und Stollberg gehören. Ile heißt "integrierte ländliche Entwicklung". Für das Projekt Würschnitztalradweg hat man außerdem Chemnitz und Oelsnitz ins Boot geholt, und so soll in den nächsten Jahren ein durchweg asphaltierter Radweg vom Schloss Klaffenbach bis zum Waldbad Neuwürschnitz führen.

Ein erstes 300 Meter langes Teilstück an der "Alten Ziegelei" ist bereits fertig, denn es ist Teil der kreuzenden "Route 6", ein regionaler Radweg, der momentan von Niederdorf bis zum Eisenweg nahe der Tabakstanne führt. Ein Anschluss an den "Kohleradweg" ist geplant. Dafür wurden in den vergangenen Jahren rund eine halbe Million Euro investiert. Rund 300.000 Euro davon sind Fördermittel des der Freistaates Sachsen. Der Würschnitztalradweg ist ein regionaler Hauptweg der Kategorie II und damit von großer Bedeutung. Höher eingestuft sind nur die Bundesradwege der Kategorie I.

Eingeweiht wird mit Abschluss der ersten Bauphase vor allem die komplette Beschilderung der Strecke. Das Logo der Wegmarken ist ein als Fahrrad stilisiertes "W", das Höfer gemeinsam mit dem Schilderwerk Beutha entworfen hat. 85 Beschilderungspunkte, darunter vier große Informationstafeln, weisen den Weg. 23.000 Euro kostete das. Damit ist die neu ausgewiesene Radroute durchgängig nach den Maßgaben der Sächsischen Radverkehrskonzeption beschildert.

Zudem gibt es Anbindungen an das vorhandene Radwandernetz. In Neuwürschnitz stößt der Radler auf den "Mulde-Lichtenstein-Silberstraße"-Radweg. In Klaffenbach ist der Anschluss an den Eisenweg vorhanden. Die "Route 6" verbindet zudem Würschnitztalradweg und Eisenweg zu einem Rundkurs von etwa 33 Kilometer Länge, vorbei an Wasserschloss, "Alter Ziegelei" und Tabakstanne.

 
(Von Cristina Zehrfeld)
 
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