Sachsenburg Immer wieder ein sehenswerter Anblick im Zschopautal ist die Sachsenburg.

Foto: Andreas Seidel

Wandern im Chemnitzer Umland: Faszinierende Aussicht ins Zschopautal

Die Gemeinde Lichtenau hat eine beachtliche Ausdehnung vom Chemnitz- bis zum Zschopautal. Da alle Ortsteile bei einer Rundwanderung mitzunehmen, ist eine Herausforderung. Mir ist das bis auf Auerswalde gelungen. Allerdings bin ich auch dieser schönen Ortschaft recht nahe gekommen. Meine Tour hatte einen hohen Straßenanteil. Allerdings war der Wochenendverkehr für mich als Wanderer nur selten unangenehm.

Um gleich mitten in Lichtenau zu sein, wähle ich den Bahnhof Ottendorf als Start- und Zielpunkt. Schnell bin ich an der Stelle, wo die Staatsstraße nach Mittweida in einigen Jahren als Brücke über das Tal und nicht mehr in engen Kurven durch den Ort führen wird. Der weitere Weg bringt mich über Krumbach in das Zschopautal. An der Fähre Anna stelle ich mir die Urgewalten vor, die als Hochwasser vor ziemlich genau zehn Jahren alles zerstörte. Inzwischen ist alles wieder hergerichtet. Zur Überfahrt bleibt keine Zeit. Ich wandere am Fluss aufwärts. Das Wasser bewegt sich sehr träge. In der Flussaue bekomme ich es auch mit Insekten zu tun.

Genau gegenüber der Sachsenburg beginnt mein Aufstieg nach Merzdorf. Eine Kehrtwendung beschert eine Aussicht auf das malerische Zschopautal. Schon fast hinter diesem weiteren Ortsteil von Lichtenau kann ich nach Frankenberg blicken. Ich unterquere die Autobahn 4 und bin nun in Niederlichtenau. An der Bushaltestelle schwenke ich rechts um auf das freie Feld Richtung Autobahn zu kommen.

Kleine Hindernisse

Leider gehen zwei Versuche schief, die Autobahn 4 wieder zu queren. Schnell wird mir der Weitermarsch mit Sperren versagt. Mein Wandernavigationssystem zeigte eigentlich Wege an. Wahrscheinlich will der Sonnenlandpark in Oberlichtenau keine Besucher, die sich von hinten ranpirschen.

So gehe ich bis zur Autobahnanschlussstelle Oberlichtenau. Ich werde durch eine Aussicht auf die Augustusburg und ins weitere Erzgebirge entschädigt. Am Oli-Park treffe ich auch wieder auf jede Menge Wanderwegweiser. So finde ich den besten Pfad zur Waldsiedlung.

Diesmal hält mich nach der A 4 auch keine Sperre auf. Ich vergesse die 180-Grad-Drehung nicht. Wieder lädt die Landschaft Richtung Erzgebirge dazu ein. In der Waldsiedlung beeindrucken mich nicht nur die stattlichen Einfamilienhäuser, sondern auch die herrliche Ruhe. Dabei ist die Autobahn keine zwei Kilometer Luftlinie entfernt.

Gedanke ans Bernsteinzimmer

Nachdem ich die Eisenbahnlinie, die ich einige Stunden zuvor schon mal per Zug entlangkam, gequert habe, muss ich an das Bernsteinzimmer denken. Hier in der Nähe befindet sich der Muna-Wald, in dem eine der vielen Theorie zu der verschollenen Kostbarkeit das Bernsteinzimmer seit 1945 vermutet. Vielleicht ist das sogar das Waldstück, durch das ich jetzt komme. Ich finde keine Schätze, treffe aber in dem Grün vor allem Radfahrer.

Gern hätte ich noch die Wälder Pfarrfichten und Hölle mitgenommen, die auf dem Weg ins Chemnitztal liegen. Aber meine Beine sagen mir langsam, dass es für heute genug ist. Schließlich muss ich ja noch nach Ottendorf zurück. Ich nehme die Amtmannstraße, um nach Garnsdorf zu kommen. Quasi vor mir sehe ich den Taurastein in Burgstädt. Auch der bunte Schornstein in Chemnitz-Furth lugt immer mal wieder durch. Der Weg durch Garnsdorf und dann zum Bahnhof zieht sich. Am Ende bin ich froh, den Schlusspunkt meiner heutigen Tour nach knapp 21 Kilometer wieder erreicht zu haben.

 
erschienen am 04.10.2013 (Von Jens Zeidler)
 
Hiking trail

Rund um Lichtenau

Eine schöne Tour zwischen den Flüssen Zschopau und Chemnitz:

- Ottendorf

- Krumbach

- Zschopautal

- Merzdorf

- Niederlichtenau

- Oberlichtenau

- Garnsdorf

- Ottendorf



Länge:
20.778 km
Zeit:
5:54 h
Aufstieg:
323 m
Abstieg:
324 m
niedrigster Punkt:
243 m
höchster Punkt:
353 m
Schwierigkeit:
Kondition:
Erlebnis:

Technik:

Landschaft:

Bewertung:
()

Anfahrtsberechnung



Beschreibung

Die Gemeinde Lichtenau hat eine beachtliche Ausdehnung vom Chemnitz- bis zum Zschopautal. Da alle Ortsteile bei einer Rundwanderung mitzunehmen, ist eine Herausforderung. Mir ist das bis auf Auerswalde gelungen. Allerdings bin ich auch dieser schöne...

Die Gemeinde Lichtenau hat eine beachtliche Ausdehnung vom Chemnitz- bis zum Zschopautal. Da alle Ortsteile bei einer Rundwanderung mitzunehmen, ist eine Herausforderung. Mir ist das bis auf Auerswalde gelungen. Allerdings bin ich auch dieser schönen Ortschaft recht nahe gekommen. Meine Tour hatte einen hohen Straßenanteil. Allerdings war der Wochenendverkehr für mich als Wanderer nur selten unangenehm.

Um gleich mitten in Lichtenau zu sein, wähle ich den Bahnhof Ottendorf als Start- und Zielpunkt. Schnell bin ich an der Stelle, wo die Staatsstraße nach Mittweida in einigen Jahren als Brücke über das Tal und nicht mehr in engen Kurven durch den Ort führen wird. Der weitere Weg bringt mich über Krumbach in das Zschopautal. An der Fähre Anna stelle ich mir die Urgewalten vor, die als Hochwasser vor ziemlich genau zehn Jahren alles zerstörte. Inzwischen ist alles wieder hergerichtet. Zur Überfahrt bleibt keine Zeit. Ich wandere am Fluss aufwärts. Das Wasser bewegt sich sehr träge. In der Flussaue bekomme ich es auch mit Insekten zu tun.

Genau gegenüber der Sachsenburg beginnt mein Aufstieg nach Merzdorf. Eine Kehrtwendung beschert eine Aussicht auf das malerische Zschopautal. Schon fast hinter diesem weiteren Ortsteil von Lichtenau kann ich nach Frankenberg blicken. Ich unterquere die Autobahn 4 und bin nun in Niederlichtenau. An der Bushaltestelle schwenke ich rechts um auf das freie Feld Richtung Autobahn zu kommen.

Kleine Hindernisse

Leider gehen zwei Versuche schief, die Autobahn 4 wieder zu queren. Schnell wird mir der Weitermarsch mit Sperren versagt. Mein Wandernavigationssystem zeigte eigentlich Wege an. Wahrscheinlich will der Sonnenlandpark in Oberlichtenau keine Besucher, die sich von hinten ranpirschen.

So gehe ich bis zur Autobahnanschlussstelle Oberlichtenau. Ich werde durch eine Aussicht auf die Augustusburg und ins weitere Erzgebirge entschädigt. Am Oli-Park treffe ich auch wieder auf jede Menge Wanderwegweiser. So finde ich den besten Pfad zur Waldsiedlung.

Diesmal hält mich nach der A 4 auch keine Sperre auf. Ich vergesse die 180-Grad-Drehung nicht. Wieder lädt die Landschaft Richtung Erzgebirge dazu ein. In der Waldsiedlung beeindrucken mich nicht nur die stattlichen Einfamilienhäuser, sondern auch die herrliche Ruhe. Dabei ist die Autobahn keine zwei Kilometer Luftlinie entfernt.

Gedanke ans Bernsteinzimmer

Nachdem ich die Eisenbahnlinie, die ich einige Stunden zuvor schon mal per Zug entlangkam, gequert habe, muss ich an das Bernsteinzimmer denken. Hier in der Nähe befindet sich der Muna-Wald, in dem eine der vielen Theorie zu der verschollenen Kostbarkeit das Bernsteinzimmer seit 1945 vermutet. Vielleicht ist das sogar das Waldstück, durch das ich jetzt komme. Ich finde keine Schätze, treffe aber in dem Grün vor allem Radfahrer.

Gern hätte ich noch die Wälder Pfarrfichten und Hölle mitgenommen, die auf dem Weg ins Chemnitztal liegen. Aber meine Beine sagen mir langsam, dass es für heute genug ist. Schließlich muss ich ja noch nach Ottendorf zurück. Ich nehme die Amtmannstraße, um nach Garnsdorf zu kommen. Quasi vor mir sehe ich den Taurastein in Burgstädt. Auch der bunte Schornstein in Chemnitz-Furth lugt immer mal wieder durch. Der Weg durch Garnsdorf und dann zum Bahnhof zieht sich. Am Ende bin ich froh, den Schlusspunkt meiner heutigen Tour nach knapp 21 Kilometer wieder erreicht zu haben.


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Autor: Thomas Boy
Quelle: Freie Presse
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