In der Handlung des Stückes liebt die Möwe Jonathan die Freiheit des Fliegens und das Unbekannte.

Foto: Veranstalter

Tanzstück "Die Möwe Jonathan" feiert Premiere im Zwickauer Malsaal

Das Ballettensemble des Theaters Plauen-Zwickau nimmt das Publikum am 22. November um 19.30 Uhr im Zwickauer Malsaal mit in luftige Höhen zur Premiere des Tanzstückes "Die Möwe Jonathan". Begleitet von Livemusik von Mitgliedern der Clara-Schumann-Philharmoniker Plauen-Zwickau, entsteht  in der Choreografie von Ballettchefin Annett Göhre und der Ausstattung von Karisma Costumes ein dynamisches Bühnenereignis für Zuschauer*innen jeden Alters. Wer sich schon vorab über die Ideen zur Umsetzung auf der Bühne interessiert, ist zur Einführungsmatinee am 10. November um 11 Uhr in den Malsaal eingeladen. Der Eintritt zur Matinee ist frei.

In der Handlung des Stückes liebt die Möwe Jonathan die Freiheit des Fliegens und das Unbekannte. So trainiert Jonathan flugakrobatische Kunststückchen und Geschwindigkeit auf Perfektion und überflügelt seine Mit-Möwen, für die das Fliegen nur der Nahrungssuche dient. Sie fliegen um zu leben, Jonathan aber lebt um zu fliegen! Weil er sich damit vom Durchschnitt abhebt, wird er von seinen Artgenossen gemobbt und schließlich verbannt. Trotzdem vermittelt er über seinen Tod hinaus leidenschaftlich seine Botschaft vom Fliegen als Weg zum Glück.

Die Tänzer*innen werden dabei mit Tüchern arbeiten, die aus dem Aerial Yoga kommen. Das bedeutet, dass die Tücher an der Decke befestigt sind und es ermöglichen, frei im Raum zu schweben. Das unterstützt den Eindruck des Fliegens, man kann sich aber auch zum Beispiel darin verkriechen, um sich zu verstecken. Die Tücher lassen damit Raum für sowohl poetische Bilder, als auch eher akrobatische Elemente.

Nicht nur ist Fliegen für uns Menschen Ausdruck von Freiheit, einer anderen Perspektive und ein "über den Dingen schweben", das Stück beschäftigt sich auch damit, dass das Scheitern zum Träumen dazugehört. Manchmal muss man unendlich oft scheitern, bevor man etwas verwirklichen kann, manchmal gelingt es auch gar nicht, aber überhaupt nicht erst zu träumen, wäre die traurigste aller Lösungen.

Mit dem Kultroman "Die Möwe Jonathan" schuf der amerikanische Schriftsteller Richard Bach 1970 eine Fabel über das menschliche Ausgrenzungsverhalten. Sie steht für die Unbedingtheit, eigene Träume zu leben, unabhängig von der Meinung der anderen. Das Fliegen als Tanz durch die Lüfte lässt sich theatral wohl kaum eindrücklicher umsetzen als durch das nonverbale Tanztheater.

 
erschienen am 04.11.2019
 
Kommentare
0
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
Artikel weiter empfehlen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wetter

Hier finden Sie lokale Prognosen und den 4-Tage-Trend für viele Orte des Erzgebirges sowie die Wetterrekorde der Region.

weiterlesen