Die Preßnitztalbahn lockt jährlich Tausende an. Dies wird 2012 nicht anders sein. Die Preßnitztalbahn lockt jährlich Tausende an. Dies wird 2012 nicht anders sein.

Foto: Brigitte Streek

Preßnitztaler setzen Loks unter Dampf

 

Regelmäßig unter dem Dampf stehen ab Samstag die Züge der Preßnitztalbahn. Nach Neujahrstag, Winterferien und Osterwochenende pendeln die Züge künftig an jedem Wochenende zwischen Jöhstadt und Steinbach hin und her. Beginn ist am Samstag und Sonntag mit zwei Dampfloks, welche stündlich auf der acht Kilometer langen Strecke verkehren.
 
"Am 30. April als Brückentag und am 1. Mai fahren wir dann zweistündlich im Ein-Zug-Fahrbetrieb", erklärt Gerald Seifert, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft. Bis Ende Oktober dauert die Sommersaison bei der Museumsbahn.
 
Schon in einem Monat soll der 120. Geburtstag der alten Dame, die einst zwischen Jöhstadt und Wolkenstein verkehrte, groß gefeiert werden. Am 1. Juni 1892 fuhr erstmals eine Schmalspurbahn auf der 23 Kilometer langen Strecke, überwand dabei einen Höhenunterschied von 293 Metern. In der Nacht vom 13. auf den 14. Januar 1984 wurde der Streckenabschnitt zwischen Niederschmiedeberg und Jöhstadt stillgelegt. Bis 1986 erfolgte der Rückbau der Bimmelbahn. Bereits am 17. Oktober 1988 wurde eine Interessengemeinschaft zum Erhalt der Sach- und Zeitzeugnisse gegründet. Nach der Wende begannen erste Wiederinstandsetzungsarbeiten.
 
Am ersten Oktober-Wochenende 1993 rollten erstmals wieder Züge zwischen Jöhstadt und Schlössel. Zu Pfingsten 1995 hieß es: "Freie Fahrt bis nach Schmalzgrube". Mit einer Festwoche wurde im August 2000 die Fertigstellung der jetzigen Strecke bis Steinbach gefeiert: 15.000 Fahrgäste in acht Tagen. Seit 1995 wurden mehr als 540.000 Fahrkarten verkauft. Allein im Vorjahr fuhren etwa 37.000 Eisenbahn-Fans mit. Nach 2000 und 2009 - jeweils um die 40.000 Gäste - gilt dies als der dritthöchste Wert in der bisherigen Statistik.
 
Mit einer Reihe von Höhepunkten wollen die Mitglieder der IG Preßnitztalbahn auch im Sommerhalbjahr zahlreiche Fans der 750-Millimeter-Spurweite ins Erzgebirge locken. "Jedes zweite Wochenende steht unter einem besonderen Motto", erklärt Seifert, der auch auf die Nachtschwärmerfahrten am 1. und 3. Wochenende im Juni und im August verweist.
 
Zu tun gibt es aber auch immer was. Bei einem Arbeitseinsatz am vergangenen Samstag wurde an verschiedenen Stellen das Gleis ausgebessert. "Nach dem strengen Winter war dies notwendig", sagt Seifert.
 
 
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