Freilichtbühne an den Greifensteinen "Walpurgisnächte in Flammen" wird es auch in diesem Sommer auf der Freilichtbühne an den Greifensteinen geben. Das Stück war aus finanzieller Sicht die erfolgreichste Inszenierung im vorigen Jahr.

Foto: Dieter Knoblauch

"Schönste Felsenbühne Europas" lockt nach Ehrenfriedersdorf

Diese Geschichte macht ihr so schnell keiner nach: Bereits 1846 fiel der erste Vorhang auf der Naturbühne Greifensteine, idyllisch gelegen im Waldgebiet zwischen den Ortschaften Geyer und Ehrenfriedersdorf. Damals stand die Legende des erzgebirgischen Volkshelden Karl Stülpner  auf dem Spielplan. Seit 60 Jahren bespielt das Eduard-von-Winterstein-Theater aus Annaberg-Buchholz jeden Sommer die Naturbühne an den Greifensteinen. Das ist aber längst noch nicht alles: Das Country-Festival, das größte in Sachsen und von der musikalischen Seite bedeutendste in Deutschland zählt jedes Jahr rund 15.000 Konzertbesucher aus ganz Deutschland. Besonderes Highlight für alle Freunde der Volksmusik ist das jährliche Fantreffen mit "De Randfichten" im Juli

Es ist eine besondere Saison, die Mitte Juni mit der Aufführung "Schwarzwaldmädel" eröffnet wird: Seit 60 Jahren bespielt das Eduard-von-Winterstein-Theater aus Annaberg-Buchholz jeden Sommer die Naturbühne an den Greifensteinen. Wenngleich historische Zeugnisse belegen, dass dort schon bedeutend länger Theater gespielt wird - allerdings noch nicht regelmäßig. "Die aus Steinbrucharbeiten hervorgegangene Anlage mit ihren unverwechselbaren Granitfelsen wurde schon in den 1930er-Jahren immer wieder für Theateraufführungen genutzt", erläutert Theatersprecherin Annelen Hasselwander.

Unterstützt werden die Schauspielerinnen und Schauspieler während der Freiluftsaison auf der Bühne von einer Mannschaft von etwa 40 Leuten, erklärt Intendant Ingolf Huhn. Dazu gehören der Chor, das Extraballett und die Statisterie. "Manche von ihnen spielen die komplette Saison durch", sagt er. Doch auch neben der Bühne sei der personelle Aufwand deutlich größer im Vergleich zu den Aufführungen im Haus in Annaberg-Buchholz. Unter anderem werde eigenes Sicherheitspersonal für die Anlage benötigt. Der Intendant spricht von "einem ziemlich hohen Betreuungsaufwand" - zum Beispiel auch im gastronomischen Bereich. Generell sei die Logistik bei den Greifenstein-Festspielen eine ganz andere.

In der Jubiläumsspielzeit wartet das insgesamt 20-köpfige Ensemble mit drei Premieren und vier Wiederaufnahmen auf. Die wohl größten Hoffnungen des Intendanten ruhen dabei auf der Inszenierung des Rock-Musicals "The Rocky Horror Show", die den Reigen der Premieren am 30. Juni eröffnen wird. Dafür verwandelt sich die Bühne an den Greifensteinen in ein verwunschenes Schloss, in dem sich die merkwürdigsten Dinge ereignen - "mit atemberaubenden Lichteffekten und fantastischer Livemusik", kündigt der Intendant an. "Damit wollen wir uns das Publikum weit nördlich von Chemnitz erschließen", macht er den Anspruch des Hauses deutlich. Dabei zielt er speziell auf den Raum Leipzig ab, wo es "keine vernünftige Freilichtbühne" gebe.

Neu im Programm der diesjährigen Greifenstein-Festspiele ist auch ein Klassiker: "Das Wirtshaus im Spessart", eine musikalische Komödie nach der bekannten Filmvorlage von Kurt Hoffmann. Das Stück sei zwar durch den Film sehr bekannt, von vielen Theatern aber lange nicht mehr gespielt worden. Dabei "passt es gnadenlos gut auf eine Freilichtbühne und besonders gut auf unsere", ist Ingolf Huhn überzeugt. Zum ersten Mal an den Greifensteinen zu erleben ist die Räuberpistole am 21. Juli.

Die dritte und damit letzte Premiere dieser Spielzeit steht am 9. August auf dem Spielplan: das Musical für Kinder "Tom Sawyers Abenteuer" nach dem weltberühmten Kinderbuchklassiker von Mark Twain. Das Stück sollte nach Angaben des Intendanten eigentlich schon im vorigen Jahr seine Premiere erleben, war aber dann aufgrund des großen Erfolges von "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" noch einmal verschoben worden. Mit dem Musical nach Motiven des gleichnamigen Märchens von Božena Nemcová wird es in dieser Spielzeit ein Wiedersehen geben.

Gleiches gilt für das Märchen "Der gestiefelte Kater", das aus den frühen 1950er-Jahren stammt und wegen der großen Nachfrage bereits in der fünften Saison gespielt wird. Komplettiert wird der Spielplan durch die beiden Wiederaufnahmen "Schwarzwaldmädel" und "Walpurgisnächte in Flammen", der finanziell erfolgreichsten Inszenierung der vorangegangenen Saison.

Service

Alle Informationen zu den Greifenstein-Festspielen gibt es unter diesem Link.

Kontakt

Naturbühne Greifensteine
Greifensteinstraße 44
09427 Ehrenfriedersdorf/Erzgebirge

Eduard-von-Winterstein-Theater
www.winterstein-theater.de

Weitere Informationen zum Naturtheater Greifensteine finden Interessierte unter www.greifensteine.com.

 

 
(Von Antje Flath)
 
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