Eine Karte aus dem Dezember 1906 gehört zu dem jetzt erworbenen Konvuluts des Briefwechsels zwischen Max Pechstein und Alexander Gerbig.

Foto: Kunstsammlungen Zwickau

Stadt Zwickau erwirbt Briefe und Postkarten Max Pechsteins

Die Stadt Zwickau macht sich weiter um das Andenken eines ihrer berühmtesten Söhne verdient. So hat die Stadt jetzt ein Konvolut mit eigenhändigen Briefen und Postkarten des Expressionisten Max Pechsteins erworben. Die Autographen des in Zwickau geborenen Künstlers sollen in einem Katalog erschlossen und im kommenden Jahr in einer Sonderausstellung in den Kunstsammlungen präsentiert werden.

Das einzigartige Konvolut enthält Briefe und Karten, die Max Pechstein (1881 - 1955) an seinen Freund Alexander Gerbig (1878-1948) aus Suhl schrieb. Beide studierten an der Kunstgewerbeschule in Dresden und blieben ein Leben lang einander verbunden. Der Sammlung wird auch vom früheren Leiter der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek Berlin, Professor Tilo Brandis, eine außerordentliche Bedeutung beigemessen und zugleich ein hoher dokumentarischer Wert für das Leben und Schaffen Pechsteins bestätigt. In seiner Expertise betont Brandis: "Die glücklicherweise noch so zahlreich und dicht erhaltene jetzt zum Kauf angebotene Brieffolge Pechsteins an den Malerfreund Gerbig ist durchaus als ganze als Dokument von nationalem Rang einzustufen und sollte unter allen Umständen geschlossen in öffentlichen Besitz übergehen."

Das Konvolut ergänzt maßgeblich die durch die Kunstsammlungen Zwickau vor einigen Jahren erworbenen 38 Briefe und Postkarten von Max Pechstein an Alexander Gerbig. Zugleich wird der ohnehin reichhaltige Bestand der Kunstsammlungen Zwickau erweitert. Das städtische Museum besitzt inzwischen 8 Gemälde, 2 Mosaik- und Glasgemälde, fast 20 Aquarelle und Zeichnungen, rund 100 Druckgrafiken und mehr als 140 Briefe und Postkarten des Künstlers.

Aufgrund von Schenkungen und Leihgaben aus dem Besitz der Familie Pechstein oder privater Sammler kann voraussichtlich bis Jahresende die Dauerausstellung zu Max Pechstein um mehrere Ausstellungssäle erweitert werden. Innerhalb der Kunstsammlungen wird damit ein Pechstein-Museum etabliert, zu dessen Aufgaben neben der Präsentation von Kunstwerken auch die Sammlung und Erschließung von Dokumenten und Archivalien gehören. Bereits jetzt besitzt das Zwickauer Museum den größten Bestand an Pechstein-Autographen und ist damit auch für die kunsthistorische Forschung eine überaus wichtige Anlaufstelle geworden
 

 
erschienen am 13.11.2013
 
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