Deko Ganz in Weiß: Winterlandschaft aus den Olbernhauer Werkstätten Flade.

Foto: Sternkopf Communications

Weihnachten modern, kreativ und heiter

Spätestens zur Adventszeit muss der traditionsbewusste Erzgebirger die Wohnung weihnachtlich dekoriert haben, müssen Männeln, Pyramiden und Schwibbögen vom Boden geholt und aufgestellt sein. Und da auch im erzgebirgischen Kunsthandwerk vieles in Bewegung ist, weil Tradition bekanntlich auch Weiterentwicklung bedeutet, dürfte sich mancher fragen: Was ist eigentlich Trend in diesem Jahr?

Sylva-Michèle Sternkopf, Betreiberin der Werbetext-Agentur Sternkopf Communications in der Flöhaer Villa Gückelsberg, hat recherchiert. Mit "Heimvorteil", denn sie stammt aus einer Familie mit langer Tradition in der Fertigung von erzgebirgischer Holzkunst, welche sie nicht zuletzt mit ihren traditionsbewusst-modernen sexy Engeln selbst beflügelte.

Um den neuen Trends auf die Spur zu kommen, hat sie kein Forschungsinstitut bemüht, sondern vor allem eines getan: genau hingeschaut. In den Kunsthandwerksfirmen, die ihr Büro betreut, auf Messen, im Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller. "Der Wettbewerb ,Tradition und Form' des Verbandes ist ein guter Indikator für neue Trends", sagt sie. Hier also das, wie Sylva-Michèle Sternkopf sagt, "Eingedampfte der Beobachtungen des vergangenen Jahres":

Trend 1: Moderne Lichterträger und Pyramiden

Modernes Wohnen setzt auf reduzierte Formen und eine minimalistische Gestaltung - so wie die aktuellen Kreationen aus dem Erzgebirge, die Traditionen neu beleben. So präsentiert Dregeno aus Seiffen die Lichtspirale "Helix", die fast wie ein Perpetuum mobile im Raum zu schweben scheint. Die modernen Pyramiden aus den Werkstätten Ulmik, Schalling, Müller und Günther bestechen durch minimalistische Formen und eine ausdrucksstarke Gestaltung.

Trend 2: Pyramiden und Schwibbögen zum Selbstbestücken

Wohin mit all den Figuren, die man in vielen Jahren mit Liebe gesammelt hat? Diese Frage stellen sich viele Sammler und Liebhaber erzgebirgischer Volkskunst, und verschiedene Hersteller bieten darauf praktische und pfiffige Antworten. So erfreuen sich "leere" Pyramiden und Schwibbögen zum Selbstbestücken zurzeit großer Beliebtheit. Hier kann man seine Schätze originell in Szene setzen und immer wieder neu arrangieren wie auf den Flügelrädern des Görbersdorfer Holzgestalters Matthias Hillig.

Schwibbbogen) Für alles offen: LED-Schwibbögen.

Foto: Sternkopf Communications

Trend 3: Deko nach Farben

Immer mehr Menschen setzen bei der Dekoration gezielt auf ganz bestimmte Farben, die zu ihrem Wohnumfeld passen. Hoch im Kurs steht aktuell die Farbe Weiß. Das Erzgebirge bietet eine Vielzahl an schönen Dekorationsfiguren, die die Winterstimmung zum Strahlen bringen.

Trend 4: Die Freude am Spielen neu entdecken

Das Erzgebirge ist nicht nur als Weihnachts-, sondern auch als Spielzeugland bekannt. Es lohnt sich, die vielen besonderen Holzspielzeuge zu entdecken, die die erzgebirgischen Handwerker in liebevoller Handarbeit schaffen: die Baukästen der Blumenauer Traditionsfirma Ebert, die traditionellen Holzgelenkpuppen der Grünhainichenerin Annedore Krebs oder die lustigen "Totter Toys" des Holzgestalters Lutz Lipkowski aus Falkenau, die ganz von allein jede schiefe Ebene hinunterwackeln.

Wackeltiere Spielend: Wackeltiere aus Falkenau.

Foto: Sternkopf Communications

Trend 5: Groß statt klein

Anstelle vieler kleiner Figuren dekorieren immer mehr Menschen lieber mit wenigen großen, besonders ausdrucksstarken Stücken. Ein Prachtexemplar für die Ewigkeit sind die 1,40 Meter hohen Dompyramiden aus der Schönheider Werkstatt von Holger Seidel. Spezialisten für Großfiguren sind auch die Holzkünstler der Erzgebirgischen Holzkunst in Gahlenz.

Trend 6: Christbaumschmuck mal anders

Warum immer Strohsterne oder Glaskugeln an den Weihnachtsbaum hängen? Im Erzgebirge gibt es eine Vielzahl lustiger, überraschender, origineller und traditioneller Christbaumanhänger aus Holz, die jede Tanne zu einem einmaligen Schmuckstück werden lassen.

Trend 7: Lustige Figuren

Räuchernde Drachen aus Seiffen, Björn Köhlers Weihnachtsmann-Band, die Räuchermann-Serie "Kleine Kerle" aus Olbernhau oder Möwen mit Gummistiefeln des Kleinhartmannsdorfer Drechslermeisters Torsten Martin signalisieren: Hier ist Lachen erlaubt!

Bleibt bei so viel guten Tipps für die eigenen vier Weihnachtswände nur noch die Frage, auf welchen Trend Sylva-Michèle Sternkopf in diesem Jahr setzt. "Ich mag moderne Sachen wie geradlinige Pyramiden, und auch die Ordnung nach Farben finde ich anregend. Meinen Kindern kaufe ich Holzspielzeug aus dem Erzgebirge, auch wenn das keinen Stecker und kein Display hat."

 
(Von Gudrun Frohmader)
 
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