Tierpark Chemnitz: Nachwuchs bei den Minischweinen

Außerdem Rebhuhn-Küken geschlüpft

Auf dem erzgebirgischen Bauernhof im Tierpark Chemnitz hat es Nachwuchs gegeben: Die Göttinger Minischwein-Sau "Bärbel" hat gleich sechs Ferkel zur Welt gebracht. Für Bärbel, die erst Anfang des Jahres in den Tierpark kam, ist es der erste Nachwuchs. Vater ist Eber "Ehrmann", der momentan getrennt von Sau und Ferkeln im Nachbargehege untergebracht ist.

Hausschweine tragen drei Monate, drei Wochen und drei Tage, was in Summe zwischen 112 und 114 Tagen sind. Wie bei ihren wilden Verwandten - den Wildschweinen - bauen sie vor der Geburt ein nestartiges Lager, in dem die Ferkel die ersten Wochen verbringen. Drei bis vier Monate lang säugt die Sau ihre Ferkel.

Die Hausschwein-Rasse "Göttinger Minischwein" wurde Anfang der 60er-Jahre durch gezielte Kreuzung an der Universität Göttingen gezüchtet. Ziel war eine besonders kleine Schweinerasse zu kreieren, die speziell für Versuchszwecke gedacht ist, da sich Menschen und Schweine physiologisch recht ähnlich sind. Mittlerweile erfreuen sich die Minischweine aber auch großer Beliebtheit als Haustiere, weshalb es eine große Vielfalt an Farbschlägen gibt.

Nachwuchs bei den Rebhühnern

Bei den Rebhühnern im Wildgatter Oberrabenstein sind am 10. Juli elf Küken geschlüpft. Das Pärchen, das seit Januar 2020 im Wildgatter lebt, hat zum ersten Mal Nachwuchs. Normalerweise beginnt die Balz der Rebhühner im zeitigen Frühjahr. Der Zeitpunkt richtet sich nach den Temperaturen: Da es in diesem Jahr relativ lange kalt war, hat sich ihre Balz entsprechend nach hinten verschoben.

Rebhennen legen im Schnitt 15 Eier, wobei jüngere Hennen mehr legen als ältere. Die Brutzeit beträgt 24 bis 26 Tage, die Küken sind Nestflüchter. Der Hahn bewacht die brütende Henne und beteiligt sich auch an der Aufzucht und dem Schutz der Jungen.  Die Familie - bei Rebhühner spricht man in der Jägersprache von einer Kette - bleibt den Winter über zusammen.

Rebhühner gelten in Deutschland als stark gefährdete Tierart. Die intensive Landwirtschaft macht den einstigen Kulturfolger zum Kulturflüchter. Rebhühnern fehlen heutzutage geeignete Brutmöglichkeiten. Des Weiteren finden sie oft auch keine geeignete Nahrung. Dabei gelten Rebhühner eigentlich als relativ anspruchslose Tierart - trotzdem gehen die Bestände immer mehr zurück.

Öffnungszeiten im Sommer: