Bis Mitte Oktober 2026 wird die Sonderschau "Peter Pfefferkorn. Gesellschaft auf der Bühne" auf Schloß Voigtsberg zu sehen sein. Die Ausstellung thematisiert dabei die Wahrnehmung der Welt aus den Augen des Leipziger Künstlers Peter Pfefferkorn. Pfefferkorn, in ein Industriellenfamilie in Westsachsen hineingeboren, lebte seit seinem Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst als freischaffender Künstler. Er studierte unter anderem bei Gerhard Kurt Müller und Werner Tübke und zehrt von der feinen Beobachtung der Menschen.
Die Gesellschaft auf der Bühne und ein Blick hinter die Kulissen
Entsprechend steht auch der Mensch mit all seinen guten und schlechten Seiten in Pfefferkorns Werk konsequent im Mittelpunkt. Die Sonderexposition "Gesellschaft auf der Bühne" rückt dabei der Vorstellung vom theatrum mundi - dem Weltentheater - entsprechend insbesondere eine Motivgruppe in den Vordergrund, das sich bei Peter Pfefferkorn in vielfachen Deutungen wiederfindet und die fragile Balance zwischen Selbstinszenierung des Menschen und existenzieller Wahrheit in besonderem Maße deutlich macht: Menschen, deren Beruf die Bühne, die Verkleidung ist. Seien es Musiker, Zirkusakteure und Harlekine, Tänzer, aber auch Prostituierte oder Schauspielende - sie alle stehen professionell für Lebendigkeit, bringen Lebensfreude und Alltagsflucht und sind zugleich ein Spiegel.
Gerade der Blick hinter die Kulissen dieser Menschen offenbart zugleich einen Blick in das Innerste der Gesellschaft - und so laden die Bilder Peter Pfefferkorns, ob porträthafte Zeichnung oder vielfigurige Malerei, dazu ein, einmal hinter die Fassade zu blicken.
Die Motive sind dabei Kompositionen aus ablesbaren Bildgegenständen, hier gelingt es ihm, in der Tradition der großen niederländischen Erzähler Hieronymus Bosch und Pieter Brueghel d. Älteren, Stellung zu den gesellschaftlichen Verhältnissen und ihren Entwicklungen, zu menschlichen Verhaltensweisen und den Regeln des Zusammenlebens zu beziehen und in oft kleinen Formaten zu arrangieren.
Infos & mehr
Weitere Informationen sind unter www.schloss-voigtsberg.de und unter der Rufnummer der Museen Schloß Voigtsberg, (03 74 21) 72 94 84, erhältlich. Im Rahmen der Ausstellung - die bis Mitte Oktober gastiert - gibt es zudem auch Begleitangebote, so unter anderem die beliebten Genießer-Führungen am Abend.