Trotz Fahrgastrückgang: EgroNet-Partner zuversichtlich

EgroNet-Ticket in Bayern, Böhmen, Sachsen und Thüringen beliebt

Auch im Kooperationsverbund des EgroNet blickt man auf ein Jahr zurück, das von Einschränkungen der Corona-Pandemie geprägt war. Doch mit Hinblick auf den Jahreswechsel und das bevorstehende 22. Jahr des grenzüberschreitenden Mobilitätssystems stimmt man sich auf bessere Zeiten ein. "Sobald es die Pandemie in unseren Ländern wieder zulässt, starten wir als geschlossene Gemeinschaft im EgroNet wieder durch!" Mit diesem Schlusswort hatte Rolf Keil die 18. Mitgliederversammlung beendet und zugleich ein ganzes Stück weit Hoffnung in 2022 gesetzt.

Die Zuversicht des Kooperationsverbundsvorsitzenden scheint begründet, denn auch nach 20 Monaten Corona-Krise und dem damit verbundenen Rückgang der Nutzerzahlen halten alle beteiligten Verkehrsunternehmen und 15 Kooperationspartner aus Bayern, Böhmen, Sachsen und Thüringen am EgroNet-Netzwerk fest und werden dies auch weiterhin zum Vorteil für die Reisenden tun.

 

Vier Länder, nur ein Ticket!

 

"Für Fahrten in der EgroNet-Region benötigt man auch künftig nur einen einzigen Fahrschein, der einen Tag lang in Bahn, Bus sowie Straßenbahn des Kooperationsverbundes und den Seilbahnen in Karlsbad zum Einsteigen berechtigt", versprach Michael Barth, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Vogtland (VVV).

Die 18. Mitgliederversammlung ging digital über die Bühne. Rückblick: Zum Jahresabschluss bekräftigten die EgroNet-Partner aus den tschechischen Regionen Karlovy Vary (Karlsbad) und Cheb (Eger) ebenso wie die bayrischen Partner aus Weiden, Bayreuth, Kulmbach und Hof beziehungsweise den thüringischen Regionen Saalburg und Greiz, dass sie auch künftig den Verbund mit den Sachsen in Zwickau und dem sächsischen Vogtland wollen.

 

Karlsbader Verkehrsexperte Martin Hurajčík ist jetzt EgroNet-Vize

 

Die Mitgliederversammlung wählte zunächst den Karlsbader Verkehrsexperten Martin Hurajčík einstimmig als stellvertretenden Vorsitzenden des EgroNet-Kooperationsverbundes. Der Verbandsvorsitzende und Landrat des Vogtlandkreises, Rolf Keil, freute sich über das klare Votum der 27 teilnehmenden Mitglieder: "Corona hat uns schwer getroffen. Diese Krise zeigt uns jedoch zugleich auch, dass unsere Gemeinschaft funktioniert, gewachsen ist und eben auch jetzt zusammenhält."

Im Rechenschaftsbericht machte VVV-Geschäftsführer Michael Barth deutlich, dass die Zahl der Reisenden, die im Jahr 2020 mit dem EgroNet-Ticket unterwegs waren von knapp über 80.000 (2019) auf unter 40.000 Fahrgäste gesunken ist - ein Negativtrend der leider auch 2021 anhielt.

 

Es gibt Lichtblicke

 

"Die schöne Entwicklung der vorherigen Jahre wurde durch die pandemiebedingten Einschnitte schwer beschädigt. Das ist ein ziemlicher Einschlag, der sich bis heute fortsetzt. Natürlich sind wir sehr unglücklich darüber", ließ Michael Barth per Videobotschaft wissen. So niedrig war die Zahl der Fahrgäste zuletzt vor zehn Jahren. Trotz allem gab es auch Lichtblicke. So kamen die EgroNet-Reisetipps und auch der neu beklebte Regio-Shuttle der Vogtlandbahn als VOGLAR-Botschafter auf einer der brückenreichsten Bahnstrecken Deutschlands im Elstertal sehr gut an und erfreuten sich in den Sommermonaten reger Nutzung. Auch die Zusammenarbeit mit der Parkeisenbahn gilt als beispielhaft.

Diese positiven Aspekte sollen auch im Jahr 2022 weiteren Anklang finden und mit öffentlichen Veranstaltungen untermauert werden. So auch mit dem Europafest am 29. April 2022 im Plauener Stadtzentrum, das von der Arbeitsgemeinschaft Euregio Egrensis mit Beteiligung der EgroNet-Partner ausgerichtet wird und den grenzübergreifenden Zusammenhalt zelebrieren soll.

 

Das grenzüberschreitende Mobilitätssystems EgroNet

 

Hintergrund: Das EgroNet bietet 1 Ticket für 4 Regionen. Seit dem Jahr 2000 verbindet das Zukunftsmodell Zug, Bus und Straßenbahn und lädt zum grenzübergreifenden Reisen und zu Entdeckungen ein. Das heißt zum Beispiel: Man kann für 24 Euro einen ganzen Tag lang zu fünft (Maximum) mit dem Zug und dem Bus in vier Ländern unterwegs sein.

Auch mit der Plauener Straßenbahn kann man dann fahren, ohne zusätzlich zu bezahlen. Das EgroNet-Ticket ist damit die ideale und preisgünstige Variante, um die beteiligten Landkreise in Bayern, Böhmen, Sachsen und Thüringen zu bereisen. Alle Infos zum EgroNet im Internet: www.egronet.de