Schlossruine Hartenstein: Eins der ältesten Bauwerke Sachsens

Bereits dem Kaiser Barbarossa war Hartenstein ein Begriff: "Die erste urkundliche Erwähnung des Schlosses von 1173 trägt seine Unterschrift", berichtet Hertha Sellmair. "Damit ist es eines der ältesten Bauwerke Sachsens."

Die "bayerische Sächsin" hat das Terrain 1998 gekauft. Sie ist Vorsitzende des Fördervereins, der inzwischen 65 Mitglieder zählt. Einmal im Monat kommt ein Dutzend Leute zu Arbeitseinsätzen. Die einst mit Müll vollgestopften Gewölbe sind beräumt, etliche Mauern und Zinnen neu aufgesetzt, Reste des Schlosses überdacht.

Erhalt und Sicherung heißen die vorrangigen Ziele. Der Schlossturm, die Rüstkammer sowie die Sophienkapelle sollen wieder aufgebaut werden. In einem kleinen Museum will man künftig an die jahrhundertelange Bedeutung des Schlosses für die Region erinnern.

Und die Freilichtbühne, die vor und nach dem Krieg überaus beliebt war, soll wiedererstehen. Zwei Aufführungen gab es bereits: "Der Prinzenraub" und "Das Katzenhaus" wurden von der Theatergruppe der Paul-Fleming-Mittelschule Hartenstein mit großem Erfolg vor der romantischen Kulisse der Ruine gezeigt.

Die Herren von Schönburg hatten ab 1406 vom Schloss aus geherrscht. Zerstört wurde es 1945 in den letzten Kriegstagen durch drei amerikanische Bomben. Tagelang brannte das Gemäuer. Noch schlimmer als das Feuer setzten Materialmangel und Ignoranz dem Bauwerk zu: Neubauern brachen Teile ab und karrten die Steine für ihre eigenen Häuser weg.

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