Ein bedeutender Klassiker ist ab 7. März im Theater Plauen-Zwickau zu erleben: Johann Wolfgang von Goethes "Urfaust". Das Ensemble zeigt die frühe Fassung der berühmten Tragödie in einer Inszenierung von Nora Bussenius, die Fausts Geschichte radikal aus der Perspektive eines existenziellen Grenzzustands erzählt, wie das Theater mitteilt.
Im Zentrum des "Urfaust" steht nicht der Pakt mit dem Teufel, sondern die Tragödie von Faust und Gretchen. Die unmittelbare Sprache des jungen Goethe erzählt von einer unmöglichen Liebe und gesellschaftlichen Zwängen. Gretchen erscheint dabei nicht als bloße Projektionsfläche, sondern als eigenständige, vielschichtige Figur: begehrend, liebend, leidend - und handelnd.
Das von Lara Belén Jackel entworfene Bühnen- und Kostümbild übersetzt, wie das Theater beschreibt, Goethes "deutsche Tragödie" in ein steril-weißes Krankenhaussetting - einen Ort, der vielen vertraut ist und zugleich Verunsicherung erzeugt. Hier ist nichts gemütlich, nichts eindeutig. Den Faust spielt Klaus Gramüller, Kristin Heil das Gretchen. In weiteren Rollen sind Ute Menzel, Daniel Koch und Lev Semenov zu sehen.
Die Premiere findet am Samstag, 7. März um 19.30 Uhr im Gewandhaus statt. Im Anschluss gibt es einen Premierenempfang im Foyer.
Weitere geplante Aufführungstermine:
- 11. März, 18 Uhr
- 12. März, 18 Uhr
- 13. März, 19.30 Uhr
- 22. März, 16 Uhr
- 11. April, 19.30 Uhr