Lisztäffchen-Zuwachs im Tierpark Chemnitz

Erneuter Nachwuchs bei hochbedrohter Primaten-Art

Am 17. Oktober sind bei den Lisztaffen erneut zwei Jungtiere zur Welt gekommen. Bereits Anfang April hatte das Zuchtpärchen "Marie" und "Charles" für Nachwuchs im Krallenaffenhaus des Chemnitzer Tierparks gesorgt. Leider ist eines der Jungtiere plötzlich und unerwartet an einer Infektion verstorben. Die zuständigen Tierpflegerinnen fanden das Jungtier am 21. Oktober morgens tot in der Anlage. Die anderen Tiere weisen allerdings keinerlei Anzeichen für eine Infektion auf, ihnen geht es gesundheitlich gut. Die Familie kümmert sich auch weiterhin vorbildlich um das verbleibende Jungtier.

In der Wildbahn bringt das dominante Weibchen einer Gruppe nach einer Tragzeit von rund 180 Tagen in der Regel einmal pro Jahr zwei Jungtiere zur Welt. Unter den guten Voraussetzungen, die die Tiere in zoologischen Einrichtungen vorfinden, sind auch mehrere Geburten im Jahr möglich. Lisztaffen werden schon seit vielen Jahre erfolgreich im Tierpark gehalten und gezüchtet. Eine erfolgreiche und koordinierte Nachzucht ist bei Tierarten wie den Lisztaffen besonders wichtig, denn sie gehören zu den am stärksten bedrohten Primaten der Welt. Sie stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten der IUCN und werden als vom Aussterben bedroht eingestuft - der stärksten von drei Gefährdungskategorien. Der Bestand der ausschließlich in Kolumbien beheimateten Art ist in den vergangenen Jahren drastisch zurückgegangen. Hauptverantwortlich für diesen Rückgang in der Gesamtpopulation ist wie so oft die fortschreitende Zerstörung des Lebensraumes.

Öffnungszeiten von November bis Februar

Das Wildgatter und die Außenbereiche des Tierparks dürfen geöffnet bleiben. Der Zutritt ist jedoch nur mit 3G und Kontaktdatenerhebung möglich. Besucher werden gebeten, sich online anmelden. Weitere Informationen: www.tierpark-chemnitz.de/