"POSAMENTEN - Von der Hutschnur bis zum Schnürsenkel" im Erzgebirgsmuseum

Das Erzgebirgsmuseum hat seine Türen wieder geöffnet. Die Ausstellung "POSAMENTEN - Von der Hutschnur bis zum Schnürsenkel - zur Industriegeschichte von Annaberg-Buchholz" befindet sich bereits seit Ende des Jahres 2019 innerhalb des Erzgebirgsmuseums und erfreute sich seit der Eröffnung stets an regem Besucherverkehr. Aufgrund der zwangsläufigen Schließungen im Rahmen des Pandemiegeschehens waren Führungen jedoch erstmals nicht mehr möglich. Im Zuge dessen wurde die Ausstellung verlängert, doch auch hier durchkreuzte der erneute Lockdown ab November 2020 jegliche Pläne.

Nun wird die Ausstellung letztmalig bis zum 01. August 2021 verlängert. Somit haben interessierte Besucher noch einmal die Möglichkeit, in das damalige Annaberg-Buchholz einzutauchen und durch die Sonderausstellung über die Geschichte der Posamentenindustrie geführt zu werden. Aber aufgepasst: Nur noch ein letztes Mal am Freitag, dem 09. Juli 2021, um 15.30 Uhr, wird es eine Führung durch die Sonderausstellung geben.

Gezeigt wird, welche Bedeutung die Posamentenindustrie in Annaberg-Buchholz und Umgebung hatte und wie weitreichend ihre Auswirkungen auf das Leben der Menschen waren. Dabei liegt der Fokus auf dem Lebenswerk einer großen Anzahl von Einwohnern aus Annaberg, Buchholz und der nahe liegenden Umgebung, die früher in dieser Branche gearbeitet haben. Die Geschichte der Posamentenherstellung wird facettenreich und interaktiv anhand von Zeitzeugenberichten, Lebenswegen und persönlichen Erfahrungen erzählt.

Im Zentrum der Führung steht das OPEW (Obererzgebirgische Posamenten- und Effekten-Werk) - volkseigener Großkonzern mit über 3.000 Beschäftigten in Annaberg-Buchholz und Umgebung und einer enormen Bandbreite an Herstellungssparten und Erzeugnissen. Das OPEW war ein kleines Imperium und in mancher Hinsicht auch eine eigene Welt. Die Erinnerungen daran sind bei vielen Menschen in der hiesigen Gegend bis heute sehr präsent.

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