Die Gouache-Zeichnung von Christian Gottlieb Hammer zeigt Schloss Lichtenwalde und das Zschopautal in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Gouache-Zeichnung von Christian Gottlieb Hammer zeigt Schloss Lichtenwalde und das Zschopautal in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Foto: (c) ASL Schlossbetriebe gGmbH

Schloss Lichtenwalde akquiriert Zeichnung von Dresdner Romantiker

Schloss Lichtenwalde hat einen kunsthistorischen und einmaligen Zuwachs aus der Zeit der Romantik bekommen. Bei dem Ankauf handelt es sich um ein Passepartout mit Gouache-Zeichnung des sächsischen Malers Christian Gottlieb Hammer und zeigt Schloss Lichtenwalde und das Zschopautal in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Christian Gottlieb Hammer lebte von 1779 bis 1864 und war ein deutscher Landschaftsmaler und Kupferstecher aus Dresden. Er studierte er an der Dresdner Kunstakademie, wo er ab 1798 als Meisterschüler bei Johann Philip Veith lernte. Hammer schloss sich den "Dresdner Romantikern" an, zu denen auch Caspar David Friedrich gehörte. Auch Johann Wolfgang von Goethe zählte zu seinen Bewunderern. Seine Landschaften und Stadtansichten zeichnen sich unter anderem durch großen Detailreichtum aus. Sein künstlerisches Werk besteht aus Zeichnungen, Radierungen, Kupferstichen wie auch Gemälden und gilt heute als eines der bedeutendsten Werke der deutschen Romantik. Eine große Anzahl von Werken Hammers ist u.a. im Kupferstichkabinett Dresden und in der Albertina Wien ausgestellt.

Hammer wurde beauftragt alle Schlösser und Herrenhäuser Sachsens zu zeichnen - und somit auch Schloss Lichtenwalde. Die Gouache-Zeichnung mit dem Motiv von Schloss Lichtenwalde konnte im März 2021 von den Schlossbetrieben aus der Privatsammlung von Dr. Peter Posse angekauft werden. Entstanden ist das Bild schätzungsweise im frühen 19. Jahrhundert. Das Blatt misst ca. 31,0 x 46,0 cm und ist in gutem Zustand.

Auf dem Bild ist Hammers Detailreichtum deutlich erkennbar. Zu sehen ist Schloss Lichtenwalde und das Zschopautal unterhalb der Schloss- und Parkanlage. Auf der rechten Seite des Bildes ist im Tal die Schlossmühle mit allen Haupt- und Nebengebäuden sowie das Kunstwärterhaus zu erkennen. Die Radstube für das Wasserrad, welche das Druckwerk antrieb, um das Flusswasser auf die Höhe von Schlosshof und Schlosspark zu befördern, ist ebenfalls abgebildet. Des Weiteren sind noch die Brücke über den Mühlgraben und das Zschopauwehr mit dem befestigten Einlauf des Mühlgrabens zu sehen.

Die Zeichnung von Christian Gottlieb Hammer ist somit ein wertvolles Zeitdokument der Schloss- und Parkgeschichte von Schloss Lichtenwalde wie auch der Landschaftsmalerei der Romantik.

 
erschienen am 06.04.2021
 
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