An Bord des Schaufelraddampfers geht die Fahrt elbabwärts über Diesbar bis Seußlitz.

Foto: Thomas Strömsdörfer

Sonderzug "Meißener Weinexpress" geht auf die Reise

Für den 23. September lädt der Verein Sächsischer Eisenbahnfreunde zu einer Sonderzugfahrt nach Meißen ein. Von Schwarzenberg aus bringt eine Diesellok den Museumszug über Aue, Zwönitz, Thalheim, Einsiedel und Chemnitz-Süd nach Meißen.

Ab Aue befährt der Zug die Strecke nach Chemnitz, die im kommenden Jahr Umbaumaßnahmen über sich ergehen lassen muss und dazu fast das ganze Jahr gesperrt sein wird. Zwischen Chemnitz und Döbeln geht die Reise über die ehemalige private Riesa-Chemnitzer Eisenbahn, die noch während des Baues im 19. Jahrhunderts Bankrott ging und von der Staatsbahn übernommen und vollendet wurde. Eindrucksvolle Brücken bei Waldheim und Limmritz sowie eine aufwändige Trassierung lassen die hohen Kosten erkennen.

Von Döbeln an folgt die Eisenbahn dem Lauf der Freiberger Mulde bis nach Nossen und weiter nach Meißen. Auf dieser Strecke verkehren seit Ende 2015 keine Reisezüge mehr, lediglich Güterzüge benutzen diese noch. Die Nossen-Riesaer Eisenbahn-Compagnie GmbH (NRE) hat die Strecke von der Deutschen Bahn gepachtet und so vor der Stilllegung bewahrt.

In Meißen besuchen die Gäste nach einem Fußweg von zirka 20 Minuten die dortige Winzergenossenschaft für eine Führung mit Weinprobe, die selbstverständlich im Fahrpreis enthalten ist. Alternativ besteht die Möglichkeit, nach einem kurzen Fußweg vom Haltepunkt Meißen Altstadt aus ein historisches Dampfschiff der Sächsischen Dampfschifffahrt zu besteigen. An Bord des Schaufelraddampfers geht die Fahrt elbabwärts über Diesbar bis Seußlitz, gesäumt von malerischen Weinbergen.

Wer will, kann auch am Haltepunkt Meißen Altstadt aussteigen und die Albrechtsburg beziehungsweise den historischen Stadtkern erkunden. Nach einem Exkurs in die Welt des Meißner Weins bringt der Zug die Gäste wieder in die Ausgangsorte zurück.

Weitere Details sowie die genauen Abfahrtsszeiten erfahren Sie hier.

 

 

 
erschienen am 04.09.2017
 
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